FleetCompany GmbH

Oberhaching

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die FleetCompany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der FleetCompany GmbH, Oberhaching, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der FleetCompany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis auf Erstprüfung

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der FleetCompany GmbH, Oberhaching, für das vorherige, am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 sind, wurden nicht geprüft.

München, 9. Dezember 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Werthmann, Wirtschaftsprüfer

Ginzinger, Wirtschaftsprüfer

Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2021

1. Geschäftsmodell und Grundlagen

Der Konzern umfasst neben der Muttergesellschaft (Fleet Company GmbH, Oberhaching (Fleet Company GmbH)) auch die 100%igen, direkten und indirekten Beteiligungen in Belgien (Aeet Logistics International N.V.), Frankreich (Fleet Logistics France S.A.S) und Finnland (Fleet Logistics Finland Oy) (im Folgenden „Konzern“ oder „Fleet Company“).

Die Fleet Company GmbH, Oberhaching ist seit Oktober 2019 ein Gemeinschaftsunternehmen der VW Financial Services AG (VWFS), Braunschweig, und der TÜV SÜD Auto Service GmbH (TSAS), Stuttgart. Das Unternehmen erbringt Dienstleistungen im Zusammenhang mit Fuhrpark-Management und -Beratung. Die Schwerpunktthemen konzentrieren sich hierbei auf die Bereiche Fuhrparkverwaltung, technische Servicedienstleistungen und Schadenmanagement. Die Fleet Company ist in 15 Ländern aktiv. Dabei erfolgt die Betreuung von Kunden im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland sowie in Österreich und der Schweiz (D.A.CH) durch die Mitarbeiter der Gesellschaft. Für Kunden in den Märkten in Belgien, Frankreich und Finnland erfolgt die Betreuung durch die Mitarbeiter ihrer Beteiligungen in den jeweiligen Ländern. Darüber hinaus nutzt die Fleet Company die Fleet Logistics-Abteilungen innerhalb der TÜV SÜD Außenorganisation, um weitere neun Märkte zu betreuen. Um weitere 5 Märkte, welche im Wesentlichen in Europa liegen, abzudecken, gibt es Kooperationen mit externen Partnern. Sowohl mit den Beteiligungen als auch den Einheiten aus der TÜV SÜD Außenorganisation bestehen Dienstleistungsverträge (SLA) und entsprechende Cost-Plus-Vereinbarungen.

Der Konzern hat Büros an den Standorten Oberhaching (Hauptsitz) sowie Mainz, Vilvoorde, Lille und Helsinki.

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Directive PSD II (Payment Service Directive II) hat die FleetCompany im Juni 2019 einen Antrag auf ZAG-Erlaubnis (Finanztransfergeschäft gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 ZAG) bei der BaFin und Bundesbank eingereicht, um das Bestandsgeschäft in Deutschland abzusichern. Die ZAG-Erlaubnis wurde im Mai 2021 erteilt.

Die Geschäftsführung hat als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr das Provisionsergebnis und das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der FleetCompany erstmalig festgelegt. Wesentliche Treiber des Provisionsergebnisses stellen dabei die vereinbarten Kundenverträge sowie die Kosten aus den Cost-Plus-Vereinbarungen (inkl. der Konzernunternehmen) dar. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der FleetCompany wird darüber hinaus insbesondere durch die Verwaltungsaufwendungen beeinflusst. Als wesentliche nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wurden die Vehicle-Staff- Ratio (Verhältnis der Anzahl der Flottenfahrzeuge zu der Anzahl der teilzeitbereinigten Vollzeitäquivalente (FTE) inkl. FTEs der Tochtergesellschaften sowie der TÜV SÜD Außenorganisation, kurz „ VSR“) festgelegt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung:

Das wirtschaftliche Wachstum in Europa in 2021 war geprägt von Aufholeffekten aufgrund der Corona-Pandemie. Das BIP ist dabei um 5,3 % gegenüber 2020 gewachsen (vgl. „Transformation gestalten: Bildung Digitalisierung und Nachhaltigkeit“; Jahresgutachten 21-22; Sachverständigenrat). Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist gemäß Statista (https://de.statista.com/themen/26/bip/) in 2021 um 2,9% gestiegen. Die (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung in Deutschland ist ggü. 2020 um ca. 0,5 Mio. Beschäftigte auf 33,8 Mio. gestiegen (Quelle: www.statista.de).

Fahrzeugmarkt in Europa:

In der EU lag die Zahl der Neuzulassungen nach Angaben des Branchenverbandes ACEA im Jahr 2021 bei 9,7 Mio. Fahrzeugen, was einen nochmaligen Rückgang von 2,4% gegenüber dem bereits schwachen Jahr 2020 bedeutet. In Deutschland gingen die gesamten PKW-Neuzulassungen nach Angaben des KBA um 10,1% im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahr auf insgesamt 2,6 Mio. Neuwagen zurück. Dabei verringerten sich die Neuzulassungen in dem für das Flottengeschäft relevanten Segment der gewerblich zugelassenen PKW lediglich um 6,5% auf 1,7 Mio. Fahrzeuge. Die Märkte in Spanien und Frankreich verzeichneten im Jahr 2021 insgesamt einen leichten Anstieg, während in Italien der Zuwachs sogar 5,5% betrug.

Gem. Statista wurden in UK 1,6 Mio. Fahrzeuge zugelassen. Damit lagen die Neuzulassungen auf Vorjahresniveau 1 .

Die Entwicklung war dabei insbesondere durch die Lieferkettenprobleme bzw. „Chip-Krise“, welche besonders im zweiten Halbjahr 2021 die Produktion der Automobilhersteller eingebremst hat, geprägt.

Fahrzeugmarkt in Deutschland:

In Deutschland verteilen sich die Neuzulassungen insbesondere auf benzinangetriebene Pkw mit einem Marktanteil von 31,1 % (Abnahme um 9,6 Prozentpunkte), dieselbetriebene Pkw mit einem Marktanteil von 20,0 % (Abnahme um 12,3 Prozent punkte), Elektro-Pkw mit einem Marktanteil von 13,6 % (Anstieg um 5,9 Prozentpunkte) sowie Plug-in-Hybrid-Antriebe mit einem Marktanteil von 12,4 % (Anstieg um 5,5 Prozentpunkte) 2 .

Flottenmarkt in Deutschland:

Betrachtet man die Neuzulassungen im Flottenmarkt separat, ergibt sich folgende Entwicklung:

1 vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/36395/umfrage/anzahl-der-pkw-neuzulassungen-in-den-laendern-europas/
2 vgl. https://www.kba.de/DE/Satistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/Jahresbilanz_Neuzulassungen/jahresbilanz_node.html

Der relevante Flottenmarkt hat sich post-Corona auf einem niedrigeren Volumen stabilisiert. Ein Treiber hierfür ist die Kombination aus niedrigeren Fahrleistungen während der Pandemie und den aktuellen Lieferkettenproblemen, die zu Vertragsverlängerungen und somit weniger Neuzulassungen führten.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Geschäftsverlauf

Allgemein

Der Gesamtbestand an Fahrzeugen in der Fleet Company beträgt zum Jahresende 2021 knapp 103 Tsd. Fahrzeuge, was einem Anstieg um 6% entspricht. Darüber hinaus wurden im September 2021 mehr als 45 Tsd. Kundenverträge der carmobility GmbH, Braunschweig erworben. Insgesamt war der Geschäftsverlauf der Fleet Company im Geschäftsjahr 2021 durch die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und den Lieferschwierigkeiten der Automobilhersteller geprägt. Trotzdem konnte der Fahrzeugbestand am Jahresende gegenüber dem Vorjahr in der Fleet Company gesteigert werden. Es konnten drei große internationale Pharma-Hersteller als Kunden gewonnen werden, wobei sich einer der Kunden volumenmäßig erst im Geschäftsjahr 2022 niederschlagen wird. Entsprechend groß waren die Zuwächse in Deutschland (+11%) und Frankreich (+5%) sowie in einigen kleineren Märkten, während v.a. in Belgien, Italien und UK der Bestand schrumpfte. Das nach Einschätzung der Geschäftsführung insgesamt nur moderate Nettowachstum resultiert auch daraus, dass einige Kundenverluste kompensiert werden mussten.

Die Tochtergesellschaft in Frankreich wurde vollständig restrukturiert und das Büro von Paris nach Lille umgezogen. Damit einhergehend musste fast das gesamte Personal ausgetauscht werden.

Im September 2021 wurden die ersten deutschen Kunden auf das Fleet PRO-System migriert, das zuvor nur für die nicht deutschen Kunden eingesetzt wurde. Bis Ende des Jahres waren insgesamt ca. 2/3 des Fahrzeugvolumens migriert. Dabei traten für die migrierten Kunden verschiedene Probleme, insbesondere auch im Bereich der Faktura auf, weshalb die Migration der letzten deutschen Kunden in das Jahr 2022 verschoben wurde.

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren:

Die Analyse der Entwicklung des Provisionsergebnisses und des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr erfolgt unter Abschnitt 2.2.2 „Ertragslage“.

Die VSR lag im Geschäftsjahr bei durchschnittlich 291,5 Fahrzeugen pro Vollzeitäquivalent (FTE) und unterhalb des Wertes des Vorjahres (311,0 Fahrzeuge pro FTE). Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der im Geschäftsjahr erfolgte Personalaufbau.

2.2.2 Ertragslage

Die Volumensteigerung wurden erst gegen Ende des Jahres 2021 (insbesondere durch das Geschäft der carmobility GmbH) realisiert, weshalb die Provisionserträge der FleetCompany im Geschäftsjahr nur um 0,4 Mio. € auf 25,9 Mio. € gewachsen sind. Der Anstieg ist dabei im Wesentlichen auf die gestiegenen Provisionserträge in Deutschland/ Österreich/ Schweiz um 0,5 Mio. € zurückzuführen. Demgegenüber sind die Provisionserträge in Frankreich um 0,2 Mio. € gesunken.

Die Provisionsaufwendungen sind ggü. dem Vorjahreszeitraum um 1,4 Mio. € auf 12,6 Mio. € gestiegen. Hauptgrund hierfür sind die von Gesellschaften des TÜV SÜD bezogenen Fremdleistungen im Rahmen des Cost-Plus-Verfahrens.

Die sonstigen betrieblichen Erträge aus sonstigen Tätigkeiten (i.W. periodenfremde Erlöse, Erlöse aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen auf Forderungen) stiegen um 0,8 Mio. € auf 1,9 Mio. € an.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 1,0 Mio. € auf 20,0 Mio. € an. Dabei haben sich die Personalaufwendungen um 0,8 Mio. € auf 12,6 Mio. € erhöht, im Wesentlichen bedingt durch den höheren Personalbestand sowie im Personalaufwand enthaltene Restrukturierungskosten der Konzerngesellschaft in Frankreich in Höhe von 0,1 Mio. €. Die allgemeinen anderen Verwaltungsaufwendungen stiegen um 0,2 Mio. € auf 7,4 Mio. €.

Die Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sind gegenüber Vorjahr insgesamt um 0,4 Mio. € auf 1,4 Mio. € angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 0,4 Mio. € auf 1,0 M io. € reduziert werden, ebenso wie die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen um 0,1 Mio. € auf 0,1 Mio. €.

Insgesamt wurde im Geschäftsjahr ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit Höhe von -7,2 Mio. € (Vorjahr -6,2 Mio. €) erzielt. Die Verschlechterung resultiert i.W. aus den gestiegenen Provisionsaufwendungen sowie dem durch den Personalaufbau bedingten Anstieg der Personalaufwendungen.

2.2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Konzernbilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Mio. € gestiegen und beträgt nun 42,8 Mio. €.

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich im Berichtsjahr um 5,5 Mio. € auf 6,9 Mio. € verringert, hauptsächlich bedingt durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf des Working Capital.

Hierfür maßgeblich ist der Anstieg der Forderungen an Kunden um 8,3 M io. € auf 26,4 Mio. €, der im Wesentlichen auf die Fakturierungsproblematik (siehe Risikobericht) zurückzuführen ist.

Die immateriellen Anlagewerte sind im Vorjahresvergleich um 2,1 Mio. € auf 8,4 Mio. € gestiegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Geschäft der carmobility GmbH (CarMo) i.H.v. 3,1 Mio. €. Die Abschreibungen betrugen 1,3 Mio. € auf immaterielle Anlagewerte sowie 0,1 Mio. € auf Sachanlagen.

Die Verbindlichkeiten ggü. Kunden beinhalten erhaltene Anzahlungen (Liquiditätsvorschüsse der Anschlusskunden) i.H.v. ca. 11,6 Mio. €. Diese gingen im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Mio. € zurück, da entsprechende Kunden ihren Servicevertrag mit der Gesellschaft gekündigt haben. Die Kundengelder sind durch ein globales Bankaval i.H.v. 19,5 Mio. € jederzeit besichert (ZAG § 17) gewesen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betragen 14,5 Mio. €. Diese Position ist um 4,8 Mio. € gestiegen. Hierin enthalten ist allerdings die Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb des Kundenstamms der carmobility GmbH i.H.v. 3,1 Mio. €. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind kurzfristig fällig, überwiegend bis 60 Tage.

Die Rückstellungen haben sich gegenüber Vorjahr um 0,5 Mio. € erhöht und betragen nun 5,0 Mio. €. Wesentlicher Hintergrund für den Anstieg sind höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von nahestehenden Unternehmen im Rahmen des Cost-Plus Verfahrens.

Das Eigenkapital stieg ggü. Vorjahr um 0,3 Mio. € auf 7,9 Mio. €. Dem Verlust im Geschäftsjahr standen Kapitalerhöhungen in 2021 i.H.v. 7,7 Mio. € bei der Fleet Company gegenüber. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 18,4%. Das zum 31. Dezember 2021 gemeldete harte Kernkapital (vor Aufstellung des Jahresabschlusses) der Fleet Company belief sich auf 0,9 Mio. €. Damit war die Mindestkapitalanforderung nach § 4 ZIEV voll sichergestellt.

Das Stammkapital der FleetCompany wurde von der VW Financial Services AG im Geschäftsjahr einseitig um 5.659 € erhöht. Damit betrug ihr Anteil an der Gesellschaft zum Ende des Geschäftsjahres 66,4% (TSAS 33,6%).

Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 6,9 Mio. €. Darüber hinaus bestand eine freie Kreditlinie in Höhe von 2,0 Mio. €. Das Geschäftsmodell der FleetCompany beinhaltet nur für Kunden in Deutschland die Übernahme von Zahlungsdiensten. Hierfür werden Vereinbarungen mit den Kunden getroffen, dass grundsätzlich Vorauszahlungen, für die von der FleetCompany zu zahlenden Rechnungen geleistet werden müssen. Die Vorauszahlungen betrugen zum 31. Dezember 11,6 Mio. €. Diese erhaltenen Anzahlungen werden von den Kunden über die Dauer des jeweiligen Vertragsverhältnisses zur Finanzierung der verauslagten Fuhrparkkosten überlassen. Die Höhe der erhaltenen Anzahlungen wird regelmäßig auf Einzelkunden Basis geprüft und an das aktuelle Rechnungsvolumen angepasst. In Zusammenhang mit der teilweisen Migration von Kunden in Deutschland in das operative IT System (FleetPRO) und den daraus entstandenen Verzögerungen bei der Rechnungserstellung für diese Kunden wurde zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen im Januar 2022 ein Intercompany-Darlehen durch die Fleet Company bei der VW Financial Services AG i.H.v. 16,5 Mio. € aufgenommen.

Insgesamt ist der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen in 2021 nachgekommen.

2.2.4. Investitionen

In 2021 wurden Investitionen in Höhe von ca. 3,5 Mio. € vorgenommen, i.W. für den Erwerb der Kundenverträge der carmobility GmbH.

2.3. Unsere Mitarbeiter

Im Konzern waren im Jahr 2021 durchschnittlich 190 (Vorjahr: 186) festangestellte Mitarbeiter beschäftigt.

2. 4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Unternehmens

Die Ertragslage des Konzerns war in 2021 nicht zufriedenstellend. Die Migration in ein neues Vertragsmanagementsystem hat die Organisation sowohl in 2021 als auch 2022 stark belastet (vgl. Darstellung im Risikobericht).

3. Risikobericht

Allgemein

Um Risiken frühzeitig zu identifizieren, erfassen, analysieren, bewerten und zu kommunizieren hat die FleetCompany entsprechende Vorkehrungen getroffen. Neben bestehenden operativen Kontrollen wurde ein eigenes Risikomanagementsystem auf Ebene der FleetCompany, welches auch die ausgelagerten Bereiche umfasst, aufgebaut. Darüber hinaus besteht eine Interne Revision, welche als prozessunabhängige Instanz an einen Dienstleister ausgelagert ist. Basierend auf einer risikoorientierten Prüfungsplanung erfolgen regelmäßige Prüfungen.

Im Rahmen dieses Risikomanagementsystems werden alle Risiken identifiziert, quantifiziert und klassifiziert. Die Identifizierung basiert auf einer Risikoinventur sowie des Risikoassessments, welche jährlich bzw. quartalsweise durchgeführt werden. Die Risikoeinschätzung basiert auf internen Expertenschätzungen. Die Gesellschaft unterscheidet dabei zwischen wesentlichen und nicht wesentlichen Risiken. Die Risikoberichterstattung erfolgt quartalsweise an die Geschäftsführung. Aufgrund der Cost-Plus Vereinbarung, welche die Übernahme aller Aufwendungen für die Tochtergesellschaften durch die Fleet Company vorsieht, werden latente Risiken der Tochtergesellschaften im Rahmen der Risikoinventur berücksichtigt.

a.) Risiken

Wesentliche Risiken:

Im Rahmen der Risiko Inventur wurde für 2021 das operationelle Risiko als wesentlich identifiziert. Im Lauf des Geschäftsjahres wurden aufgrund der aktuellen Entwicklung (siehe nachfolgende Beschreibung) auch das Liquiditätsrisiko und das Adressausfallrisiko als wesentliche Risiken eingestuft und in die Berichterstattung aufgenommen.

Wesentliche Treiber des operationellen Risikos waren dabei die IT (z.B. aufgrund von Migration) und die personelle Ausstattung (z. B. Krankheits- und Fluktuationsrate).

Insbesondere aufgrund der Migration von Kunden in Deutschland im vierten Quartal 2021 auf das operative IT System (FleetPRO) ergaben sich Probleme bei der Rechnungsstellung bzw. Kundenreports. Die entsprechenden Außenstände haben sich deshalb deutlich erhöht, was ab Januar 2022 einen entsprechenden Liquiditätsbedarf verursacht hat.

Zur Steuerung der IT-Risiken hat die FleetCompany entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Im Jahr 2022 werden hier weitere Kapazitäten - insbesondere im Zusammenhang mit den geplanten IT-Projekten - aufgebaut.

Neben den operationellen Risiken stellt das Liquiditätsrisiko ein wesentliches Risiko dar. Finanzierungsrisiken werden bezüglich der Fahrzeuge betreuter Kunden im Fuhrparkmanagement von FleetCompany nicht übernommen. Allerdings haben die entsprechenden Zahlungsservices für die Kunden in Deutschland einen großen Hebel auf die Liquidität des Konzerns. Im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben (ZAG, ZAIT) in Deutschland ist die FleetCompany verpflichtet, die entsprechenden Zahlungsströme eng zu überwachen und abzusichern. Die interne Revision hat bei der Prüfung aller relevanten Bereiche keine wesentlichen Fehler bzw. Probleme finden können. Die Sicherstellung ausreichender liquider Mittel erfolgt im Rahmen einer täglichen Überwachung (ZAG §17) sowie einer mittelfristigen Planung. Die Refinanzierung erfolgt im Wesentlichen über die Vorauszahlungen der Kunden sowie das eingezahlte Eigenkapital (siehe Ausführungen zur Finanzlage). Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen wurde im Januar 2022 ein Intercompany Darlehen von VWFS AG in Höhe von 16,5 Mio. € aufgenommen. Bis zur Aufstellung des Lageberichts wurden Tilgungen in Höhe von 10,0 Mio. € geleistet. Das restliche Darlehen wurde auf Basis des Erlassvertrages vom 26.10.2022 der Kapitalrücklage als sonstige Zuzahlung zugeführt.

Die Gesamtrisikolage hat sich durch das Zusammenfallen einer Corona-bedingten Krankheitsrate und der Migrationsprobleme Ende 2021 ggü. Vorjahr und den Vorquartalen deutlich verschlechtert. Die Auswirkungen betreffen auch noch das Geschäftsjahr 2022.

Hinsichtlich des gestiegenen Adressausfallrisikos verweisen wir auf die Ausführung der Migration sowie dem hieraus resultierenden Anstieg des Forderungsvolumens.

Darüber hinaus ist der Konzern derzeit nur im geringen Maße direkt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und des Embargos gegenüber Russland betroffen, da das Geschäft in Osteuropa i.W. über Partnerorganisationen abgewickelt wird und volumenmäßig nur eine untergeordnete Rolle spielt. Auch indirekte Einflüsse (z.B. steigende Inflationsrate etc.) haben derzeit noch keine wesentlichen Effekte auf den Konzern. Die Geschäftsführung geht aber davon aus, dass sich hieraus entsprechende Einflüsse auf der Kostenseite ergeben werden, welche zu entsprechenden Preisanpassungen insbesondere im Neugeschäft führen werden.

b.) Chancen

Mit dem Mehrheitsgesellschafter erwartet die Fleet Company weiter steigende Unterstützung, um die eigene Marktdurchdringung zu steigern. Nach Einschätzung der Geschäftsführung konnte sich die Fleet Company im europäischen Markt erfolgreich als einer der führenden Anbieter von „Mobility Management as a Service“ positionieren und bei den ersten Kunden deren gesamtes Mobilitätsprogramm betreuen, einschl. Mobilitätsbudget, Auto Abos, Fahrradleasing, Cash Allowance Management etc.

Die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur wird die FleetCompany wettbewerbsfähiger (effizientere und qualitativ bessere Prozesse) sowie für den Kunden attraktiver (neue Funktionalitäten, neues Design) machen. Außerdem wird die geplante Migration in ein neues Rechenzentrum im Rahmen des Carve-out aus der TÜV SÜD Administration Verbesserungen in der Prozessgeschwindigkeit bringen.

Insbesondere durch die Lizenzpflicht für Zahlungsdienste erwarten wir aufgrund der damit verbundenen Kosten eine Konsolidierung des Marktes. Dies wird sich positiv auf die neu aufgestellte FleetCompany auswirken.

Der Konjunkturabschwung in Folge der Corona-Pandemie und der Russland-/Ukrainekrise wird den Kostendruck bei den Flottenbetreibern weiter erhöhen und führt zum verstärkten Outsourcing an externe Spezialisten, wie die FleetCompany. Dies bezieht sich nicht nur auf große internationale Flotten, sondern auch auf mittlere und sogar auf kleine Flotten (<100 Fahrzeuge).

4. Prognosebericht

Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland ist im Jahr 2022 nur noch teilweise direkt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Mit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges und den sich hieraus ergebenden Auswirkungen (Sanktionen gegenüber Russland, Preisschock in Bezug auf Gas- und Ölpreis, Inflation etc.) ist die gesamtwirtliche, weitere Entwicklung insbesondere in Europa maßgeblich von dem weiteren Verlauf geprägt. Die Inflationsrate in der Eurozone ist dabei im Jahr 2022 bis auf 9,9 % (September 2022) angestiegen und der DIW Konjunkturbarometer zeigt starke negative Auswirkungen:

Bereits in ihrer Prognose vom 30. März 2022 geht der Sachverständigenrat davon aus, dass der russische Angriffskrieg und Energiepreise die wirtschaftlichen Aussichten dramatisch verschlechtern werden (vgl. siehe Pressemittelung vom 30. März 2022). Die Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2022 und 2023 stellen sich wie folgt dar 3 :

Wirtschaftliche Eckdaten für Deutschland

Einheit 2020 2021 20221 2023 1
Bruttoinlandsprodukt 2,3 Wachstum in % - 4,6 2,9 1,8 3,6
Bruttoinlandsprodukt, kalenderbereinigt 2,3 Wachstum in % - 4,9 2,9 1,9 3,8
Leistungsbilanzsaldo 4 % 7,1 7,4 4,7 5,1
Erwerbstätige Tausend 44.898 44.920 45.378 45.652
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Tausend 33.579 33.900 34.371 34.832
Registriert Arbeitslose Tausend 2.695 2.613 2.347 2.238
Arbeitslosenquote 5 % 5,9 5,7 5,1 4,9
Verbraucherpreise 3 Wachstum in % 0,5 3,1 6,1 3,4
Finanzierungssaldo des Staates 6 % - 4,3 - 3,7 - 2,6 - 2,2

1 - Prognose des Sachverständigenrates.

2 - Preisbereinigt.

3 - Veränderung zum Vorjahr.

4 - In Relation zum nominalen BIP.

5 - Registriert Arbeitslose in Relation zu allen zivilen Erwerbspersonen.

6 - In Relation zum nominalen BIP; Gebietskörperschaften und Sozialversicherung in der Abgrenzung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Statistisches Bundesamt, eigene Berechnungen © Sachverständigenrat | 22-107-01

Basierend auf den aktuellen Entwicklungen (siehe Inflation etc.) sind weitere negative Auswirkungen auf die Konjunktur nicht auszuschließen.

Branche

Insgesamt sind die Autohersteller weiterhin durch die Themen wie Lieferengpässe z.B. aufgrund von Problemen in den Lieferketten etc. stark betroffen. Nach Einschätzung von Statista wurden im Jahr 2021 in Westeuropa ca. 10,5 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Für 2022 schätzt Statista (Stand: 01.08.2022) einen Wert von ca. 10,1 Mio. Personenkraftwagen. Eine leichte Erhöhung wird für 2023 erwartet (10,4 Mio. Personenkraftwagen). Davon abgeleitet ist die Situation bei auf dem Flottenmarkt zu betrachten. Für den Juli 2022 ergaben sich insgesamt ca. 205.911 Pkw-Neufahrzeuge. Bereinigt um einen fehlenden Arbeitstag konnte der relevante Flottenmarkt im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Wachstum von 0,4% erzielen. Auch aufgrund eines schwachen Vorjahres rechnet Dataforce ab September mit einem weiteren Wachstum 4 .

3 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/konjunkturprognose-2022.html#tab1
4 Flottenmarkt im Juli 2022: Kleine Lichtblicke | autoflotte.de

Da sich die aktuellen Fahrleistungen wieder dem vorpandemischen Niveau annähern, dürften sich die Volumina mit Abebben der Lieferkettenprobleme in 2023/24 wieder historischen Werten nähern - nicht zuletzt, weil der Trend weg vom Automobil noch immer recht schwach ausgeprägt ist. Hier wird es stark darauf ankommen, welche Anreize der Gesetzgeber setzt, bspw. bei der Versteuerung des geldwerten Vorteils.

FleetCompany

Für 2022 wird mit einem Volumen-Wachstum (ca. 5%) ohne das CarMo-Geschäft gerechnet. Das Volumenwachstum sowie die ganzjährige Betreuung des CarMo-Geschäfts führt zu einer Verbesserung der Provisionserträge um ca. € 4,7 Mio. Das Provisionsergebnis wird sich hierdurch um ca. € 2,3 Mio. verbessern. Allerdings wird die FleetCompany auch im Jahr 2022 noch ein negatives Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erzielen. Aufgrund der aktuellen Planung geht die Geschäftsführung davon aus, dass ein negatives Ergebnis von ca. € 9,4 Mio. für die FleetCompany erzielt wird. Ursachen für den um € 0,8 Mio. höheren Verlust sind die gestiegenen Abschreibungen (CarMo, selbsterstellte Software) sowie die Kosten für die eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen (insbesondere IT-Kosten) sowie die erwarteten Aufwendungen für die Bildung zusätzlicher Risikovorsorge. Aufgrund der Cost+ Verträge mit den Tochtergesellschaften wird das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit für den Konzern leicht besser ausfallen als das der FleetCompany.

Auf Basis der im Jahr 2022 erhaltenen Kapitalerhöhungen (€ 16,0 Mio.) für die FleetCompany sowie der mit den Gesellschaftern der FleetCompany abgestimmten Planungen gehen wir davon aus, dass ausreichend Eigenmittel und Liquidität zur Verfügung stehen werden, um erwartete Verlustphasen bis zur Erreichung einer nachhaltigen Profitabilität abdecken zu können.

Die Gesellschafter der FleetCompany werden regelmäßig in den Gesellschafterversammlungen über die Geschäftsentwicklung informiert und begleiten den Konsolidierungskurs der Gesellschaft in enger Abstimmung mit der Geschäftsleitung.

Die Vehicle-Staff-Ratio wird sich im Jahr 2022 aufgrund desfortgesetzten Wachstums- und das auf das gesamte Jahr auswirkende Geschäft der carmobility GmbH auf 306,0 erhöhen.

Oberhaching, 5. Dezember 2022

Geschäftsleitung der FleetCompany

Steffen Schick

Dr. Corinna Asmus-Stenzig

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

der FleetCompany GmbH

Aktivseite

Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
2. Forderungen an Kreditinstitute
6.882.650,08 12.407.896,69
b) aus sonstigen Tätigkeiten
6.882.650,08 12.407.896,69
aa) täglich fällig
6.882.650,08 12.407.896,69
3. Forderungen an Kunden
26.363.622,34 18.075.574,41
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
19.288.375,45 13.333.300,12
davon:
aa) aus Provisionen
55.907,51 39.956,59
b) aus sonstigen Tätigkeiten
7.075.246,89 4.742.274,29
9. Immaterielle Anlagewerte
8.390.046,00 6.334.076,73
b) aus sonstigen Tätigkeiten
8.390.046,00 6.334.076,73
aa) selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
2.191.676,00 1.670.492,00
bb) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
166.212,00 295.583,00
cc) Geschäfts- oder Firmenwert
5.806.658,00 3.574.300,00
dd) geleistete Anzahlungen
225.500,00 793.701,73
10. Sachanlagen
291.127,85 213.933,45
b) aus sonstigen Tätigkeiten
291.127,85 213.933,45
12. Sonstige Vermögensgegenstände
776.803,73 464.216,24
b) aus sonstigen Tätigkeiten
776.803,73 464.216,24
13. Rechnungsabgrenzungsposten
102.747,81 67.476,10
b) aus sonstigen Tätigkeiten
102.747,81 67.476,10
Summe der Aktiva 42.806.997,81 37.563.173,62

Passivseite

Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
15.458.806,08 15.873.990,68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld
11.625.817,84 12.112.716,02
davon:
zur Ausführung von Zahlungsvorgängen
11.617.166,14 12.104.169,51
darunter:
auf Zahlungskonten
0,00 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
3.832.988,24 3.761.274,66
4. Sonstige Verbindlichkeiten
14.464.762,27 9.631.389,22
a) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld
4.533.640,37 2.311.778,80
b) aus sonstigen Tätigkeiten
9.931.121,90 7.319.610,42
5. Rechnungsabgrenzungsposten
22.951,00 31.843,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten
22.951,00 31.843,00
6. Rückstellungen
5.003.919,77 4.502.870,56
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
54.983,00 103.801,00
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
54.983,00 103.801,00
b) Steuerrückstellungen
18.430,54 18.990,49
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe von E-Geld 258,94 213,35
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
18.171,60 18.777,14
c) andere Rückstellungen
4.930.506,23 4.380.079,07
aa) aus Zahlungsdiensten und der Ausgabe
von E-Geld 57.849,41 49.562,87
bb) aus sonstigen Tätigkeiten
4.872.656,82 4.330.516,20
11. Eigenkapital
7.856.558,69 7.523.080,16
a) Eingefordertes Kapital
35.659,00 30.000,00
Gezeichnetes Kapital
35.659,00 30.000,00
b) Kapitalrücklage
28.666.779,31 21.005.779,31
c) Verlustvortrag
-13.512.699,15 -7.248.113,65
dd) Verlustvortrag
-13.512.699,15 -7.248.113,65
d) Konzernjahresfehlbetrag
-7.333.180,47 -6.264.585,50
Summe der Passiva 42.806.997,81 37.563.173,62

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge 80,88 0,00
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 0,78 0,00
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 0,78 0,00
b) aus sonstigen Tätigkeiten 80,10 0,00
bb) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 80,10 0,00
2. Zinsaufwendungen 26.488,36 68.350,75
b) aus sonstigen Tätigkeiten 26.488,36 68.350,75
5. Provisionserträge 25.911.455,27 25.543.040,13
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 246.599,00 237.937,29
b) aus sonstigen Tätigkeiten 25.664.856,27 25.305.102,84
6. Provisionsaufwendungen 12.571.132,20 11.227.961,02
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 54.038,86 45.740,31
b) aus sonstigen Tätigkeiten 12.517.093,34 11.182.220,71
7. Sonstige betriebliche Erträge 1.950.890,39 1.105.989,56
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 13.943,40 8.694,87
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.936.946,99 1.097.294,69
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 20.033.484,38 19.024.771,79
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 394.457,37 385.203,84
aa) Personalaufwand 224.913,52 221.328,94
aaa) Löhne und Gehälter 188.530,53 186.462,17
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 36.382,99 34.866,77
darunter: 0,00
für Altersversorgung -4,26 20,51
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 169.543,85 163.874,90
b) aus sonstigen Tätigkeiten 19.639.027,01 18.639.567,95
aa) Personalaufwand 12.416.528,26 11.590.757,12
aaa) Löhne und Gehälter 9.965.900,20 9.411.624,50
bbb) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.450.628,06 2.179.132,62
darunter:
für Altersversorgung 95.012,11 89.503,28
bb) andere Verwaltungsaufwendungen 7.222.498,75 7.048.810,83
9. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 1.437.479,23 1.007.773,17
b) aus sonstigen Tätigkeiten 1.437.479,23 1.007.773,17
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 952.826,31 1.328.112,80
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 8.820,04 11.752,64
b) aus sonstigen Tätigkeiten 944.006,27 1.316.360,16
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 68.841,91 180.371,84
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld 725,79 2.626,14
b) aus sonstigen Tätigkeiten 68.116,12 177.745,70
16. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -7.227.825,85 -6.188.311,68
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -197.498,88 -198.690,77
b) aus sonstigen Tätigkeiten -7.030.326,97 -5.989.620,91
20. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 56.282,37 35.570,78
b) aus sonstigen Tätigkeiten 56.282,37 35.570,78
21. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 10 ausgewiesen 49.072,25 40.703,04
b) aus sonstigen Tätigkeiten 49.072,25 40.703,04
24. Konzernjahresfehlbetrag -7.333.180,47 -6.264.585,50
a) aus Zahlungsdiensten und aus der Ausgabe von E-Geld -197.498,88 -198.690,77
b) aus sonstigen Tätigkeiten -7.135.681,59 -6.065.894,73

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

(1) Allgemeine Angaben

Die FleetCompany GmbH mit Sitz in Oberhaching ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 199835). Sie ist Mutterunternehmen von insgesamt drei Tochterunternehmen, an denen sie jeweils direkt oder indirekt zu 100% beteiligt ist.

Der vorliegende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde unter Berücksichtigung der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld Institute (RechZahlV) und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter der Going Concern Prämisse für alle einbezogenen Gesellschaften. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensplanung geht der Konzern davon aus, dass zur Scherung der Liquidität weiterhin die Unterstützung durch die Gesellschafter der FleetCompany GmbH erfolgt.

Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Formblättern der RechZahlV.

Nahestehende Unternehmen sind solche, mit denen direkt oder indirekt ein Beteiligungsverhältnis besteht, die FleetCompany GmbH aber keine Kontrolle ausübt. Dies betrifft im Wesentlichen die TÜV SÜD Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen und die Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft und ihre Tochterunternehmen.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst außer der FleetCompany GmbH als Mutterunternehmen unverändert noch drei Tochterunternehmen. Die detaillierte Zusammensetzung des Konsolidierungskreises ist aus der Anteilsbesitzaufstellung nach § 313 Abs. 2 HGB ersichtlich.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Sämtliche einbezogene Tochterunternehmen werden entsprechend § 290 Abs. 2 Nr. 1 und 4 HGB beherrscht. Die Fleet Company GmbH ist derzeit nicht an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierte Unternehmen beteiligt. Bilanzstichtag aller einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Grundsätzlich beziehen wir die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen auf Basis konzerneinheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss ein.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode laut § 301 HGB. Um das Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs zu ermitteln, setzen wir die Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten an. Die Anschaffungskosten werden mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals der Tochter zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und planmäßig bzw. bei Bedarf außerplanmäßig abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung wurde in 2019 vollständig abgeschrieben.

Von den Tochterunternehmen nach der Erstkonsolidierung erwirtschaftete Jahresergebnisse sind, soweit diese nicht konzernfremden Gesellschaftern zustehen, in den Gewinnrücklagen des Konzerns oder im Konzernjahresüberschuss enthalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge, die aus konzerninternen Geschäften resultieren, werden eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. Das gilt auch für Gewinne und Verluste aus konzerninternen Geschäften.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zur Vorjahrjahresperiode im Wesentlichen unverändert. Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr kam entsprechend § 256a HGB das Realisations- und das Imparitätsprinzip sowie das Anschaffungskostenprinzip nicht zur Anwendung.

Die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Allen Risiken bei Forderungen an Kunden und sonstigen Vermögensgegenständen wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Immaterielle Anlagewerte (außer Geschäfts- und Firmenwerte) werden, soweit gegen Entgelt erworben, zu Anschaffungskosten aktiviert und linear pro rata temporis in längstens acht Jahren abgeschrieben. Im Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesene entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen werden, basierend auf internen Schätzungen über den Nutzungsverlauf zum Aktivierungszeitpunkt, planmäßig über fünf bzw. 10 Jahre linear pro rata temporis abgeschrieben und einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen.

Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche und unbewegliche, der Abnutzung unterliegende Anlagegüter werden in längstens 25 Jahren linear pro rata temporis abgeschrieben. Für Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 250 bis EUR 1.000 wurde ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die geringwertigen Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 250 werden sofort als Aufwand gebucht.

Auf Gegenstände des Anlagevermögens werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sollten die Gründe für die Wertminderung nicht mehr bestehen, erfolgt - mit Ausnahme bei Geschäfts- oder Firmenwerten - eine Wertaufholung bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der geleisteten Ausgaben bzw. erhaltenen Einnahmen gebildet, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Se sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Nach § 298 Abs. 1 in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB sind für Pensions- und vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen (Jubiläums- und Sonderzahlungen) Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Darunter fallen die direkt zugesagten Pensionsverpflichtungen. Die Pensionsverpflichtungen resultieren aus der französischen Tochtergesellschaft und den gesetzlichen bzw. tarifvertraglichen Verpflichtungen. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgt dabei nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung der Sterbetafeln INSEE 2015-2017 und der Annahme folgender versicherungsmathematischer Faktoren:

2021 in % 2020 in %
Rechnungszins 1,0 0,59
Gehaltstrend 0,0 0,0
Fluktuation 1,0 1,0

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Steuerlatenzen entfallen auf die Bilanzposten Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Rückstellungen. Eine Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

(5) Anteilsbesitzliste nach § 313 Abs. 2 HGB

Tochterunternehmen

Name und Sitz Eigenkapital Kapital-
in TEUR anteil in %
Fleet Logistics International N.V., Vilvoorde/Belgien 1) 3.097 100,0
Fleet Logistics France S.A.S., Lille/Frankreich 2)3) -1.184 100,0
Fleet Logistics Finland Oy, Helsinki/Finnland 2) 209 100,0

1) unmittelbare Beteiligung der FleetCompany GmbH
2) mittelbare Beteiligung der FleetCompany GmbH
3) Sitz seit 17. Mai 2021, vorher: Boulogne Billancourt/Frankreich

(6) Erläuterungen zur Konzernbilanz

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute sind täglich fällig und betreffen laufende Konten bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 6.883 (Vorjahr TEUR 12.408). Diese resultieren im Wesentlichen (TEUR 5.212; Vorjahr TEUR 10.728) aus dem Bankguthaben der Muttergesellschaft. Es bestehen keine Treuhandkonten.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden in Höhe von TEUR 26.364 (Vorjahr TEUR 18.076) resultieren zu 99,9 % aus den Forderungen der Muttergesellschaft. Die Forderungen haben Restlaufzeiten bis zu drei Monaten. Den Forderungen an Kunden aus Zahlungsdiensten in Höhe von TEUR 19.288 (Vorjahr TEUR 13.333) stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie sonstige Verbindlichkeiten (jeweils aus Zahlungsdiensten) gegenüber (siehe Erläuterungen zu den jeweiligen Positionen), eine Kreditierung der Forderungen aus Zahlungsdiensten erfolgt insofern nicht.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Sachanlagevermögens und der immateriellen Anlagewerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Sämtliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind selbst genutzt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 777 (Vorjahr TEUR 464). Se enthalten im Wesentlichen Forderungen aus der Abgrenzung von Provisionserträgen aus Netzwerkmanagement in Höhe von TEUR 368 (Vorjahr TEUR 125) und Kautionszahlungen (TEUR 121).

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, welche ausschließlich aus Verbindlichkeiten der Muttergesellschaft bestehen, setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
Permanente Liquiditätsvorschüsse 11.617 12.104
Verbindlichkeiten aus Netzwerkmanagement 2.940 2.864
Kreditorische Debitoren 902 906
15.459 15.874

Bei den permanenten Liquiditätsvorschüssen handelt es sich um Anzahlungen unserer Anschlusskunden zur laufenden Abwicklung von Zahlungsvorgängen. Diesen stehen Forderungen aus Zahlungsabwicklung in Höhe von TEUR 19.288 (Vorjahr TEUR 13.333) gegenüber. Die Liquiditätsvorschüsse bestehen üblicherweise über die gesamte Vertragslaufzeit des Anschlusskunden und werden mit Vertragsende zur Verrechnung mit der Kundenforderung bzw. zur Auszahlung eines etwaigen Überschussbetrags fällig.

Permanente Liquiditätsvorschüsse in Höhe von TEUR 3.228 sind mit Fälligkeiten zwischen 3 und 6 Monaten kündbar. Alle übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben eine Restlaufzeit bis 3 Monate.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen und haben, sofern nichts anderes vermerkt ist, Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr:

31.12.2021 31.12.2020
FleetCompany GmbH TEUR TEUR
Darlehensverbindlichkeiten ggü. Nahestehenden - RLZ 1-5 Jahre 4.628 4.628
Verbindlichkeiten aus Zahlungsabwicklung 4.443 2.363
Sonstige Verbindlichkeiten ggü. Nahestehenden 3.090 0
Verb. ggü. Nahestehenden aus Lieferungen und Leistungen 1.031 1.075
Verb. ggü. Dritten aus Lieferungen und Leistungen 757 1.107
Sonstige Verbindlichkeiten aus Steuern 199 161
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 60 36
14.208 9.370
Fleet Logistics International
Verb. ggü. Dritten aus Lieferungen und Leistungen 121 55
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 17 47
138 102
Fleet Logistics France S.A.S.
Sonstige Verbindlichkeiten aus Gehaltsabrechnung 87 96
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 19 54
106 150
Fleet Logistics Finland Oy
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 13 9
13 9
14.465 9.631

Die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden (T€ 3.090) betreffen die Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb des bestehenden Kundenstamms der carmobility GmbH, einer Tochtergesellschaft der Gesellschafterin Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft. Der Kaufpreis wurde mittels Barkapitalerhöhung durch die Gesellschafterin Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft finanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 31.12.2020
FleetCompany GmbH TEUR TEUR
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 1.886 1.086
Rückstellungen für Personalverpflichtungen 1.023 965
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 713 755
Rückstellungen für Gewährleistung und Kulanz 420 411
Steuerrückstellungen (sonstige Steuern) 10 8
Rückstellungen aufgrund rechtlicher und wirtschaftlicher Verpflichtungen 0 174
Übrige Rückstellungen 249 100
4.301 3.499
Fleet Logistics International
Rückstellungen für Personalverpflichtungen 330 275
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 47 385
Steuerrückstellungen 9 11
386 671
Fleet Logistics France S.A.S.
Rückstellungen für Personalverpflichtungen 175 155
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 30 25
Pensionen 55 104
260 284
Fleet Logistics Finland Oy
Rückstellungen für Personalverpflichtungen 46 41
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 11 8
57 49
5.004 4.503

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft ist in voller Höhe einbezahlt. Im Geschäftsjahr erfolgten Einzahlungen in das Eigenkapital der Muttergesellschaft. Dies betrifft das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 6 sowie in die Kapitalrücklage von T€ 7.661.

Unwiderrufliche Kreditzusagen

Unwiderrufliche Kreditzusagen bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr keine.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen betragen TEUR 2.963. Auf das Geschäftsjahr 2022 entfallen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 711.

(7) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen (TEUR 26; Vorjahr TEUR 68) beinhalten Zinszahlungen für beanspruchte Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr 56).

Provisionserträge

Die Provisionserträge resultieren im Wesentlichen aus den Dienstleistungsentgelten unserer Kunden (FleetCompany GmbH) sowie Erträge aus Beratungsleistungen (Fleet Logistics International). Die Gliederung nach geographische Märkte ergibt folgendes Bild:

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
FleetCompany GmbH TEUR TEUR
Deutschland/ Österreich/ Schweiz 9.983 9.472
Italien 3.246 3.300
Frankreich 2.793 3.038
UK/Irland 1.915 1.948
Belgien 1.862 1.996
Niederlande 1.357 1.410
Spanien 1.241 1.177
Übriges Europa 3.437 2.984
Fleet Logistics International
Belgien 77 218
25.911 25.543

Die Provisionserträge aus Zahlungsdiensten entfallen in voller Höhe auf Deutschland.

Provisionsaufwendungen

Die Provisionsaufwendungen (TEUR 12.571; Vorjahr TEUR 11.228) enthalten Entgelte für fremdbezogene Leistungen, die in direktem Zusammenhang mit der Erbringung der Dienstleistungen an unsere Kunden stehen. Dies betrifft im Wesentlichen die im Rahmen der bestehenden Cost-Plus-Vereinbarungen mit Nahestehenden gezahlten Entgelte für die lokale Kundenbetreuung in den einzelnen Ländern (im Geschäftsjahr TEUR 10.331, Vorjahr: TEUR 9.225).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
FleetCompany GmbH TEUR TEUR
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 857 274
Periodenfremde Erträge 259 61
Erträge aus Kostenweiterverrechnung an Nahestehende 207 190
Erträge aus Währungsumrechnung 102 20
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 60 255
Erstattungsleistungen Lohn und Gehalt 9 37
Übrige sonstige betriebliche Erträge 33 23
1.527 860
Fleet Logistics International
Erträge aus Auflösung von Rückstellungen 302 43
Periodenfremde Erträge 6 7
Übrige sonstige betriebliche Erträge 43 122
351 172
Fleet Logistics France S.A.S.
Übrige sonstige betriebliche Erträge 73 74
73 74
1.951 1.106

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellung der FleetCompany GmbH resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften auf Basis der Berechnung zum 31.12.2021.

Die periodenfremden Erträge der FleetCompany GmbH betreffen Tankkartengebühren aus den Vorjahren, welche der Gesellschaft zustehen und in 2021 vereinnahmt wurden.

Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen enthalten neben den Personalkosten im Wesentlichen die Raumkosten, Aufwendungen für Repräsentation sowie die Kosten der IT-Infrastruktur.

Die allgemeinen Verwaltungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
TEUR TEUR
Personalaufwand
Fleet Company GmbH 8.686 8.299
Fleet Logistics International 1.860 1.825
Fleet Logistics France S.A. 1.829 1.439
Fleet Logistics Finland Oy, 266 249
12.641 11.812
Andere Verwaltungsaufwendungen
Fleet Company GmbH 6.547 6.149
Fleet Logistics International 323 537
Fleet Logistics France S.A. 426 442
Fleet Logistics Finland Oy 96 85
7.392 7.213
20.033 19.025

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
FleetCompany GmbH TEUR TEUR
Aufwendungen aus Zuführung zu Rückstellungen 673 771
Aufwendungen aus Währungsumrechnung 87 149
Periodenfremde Aufwendungen 24 189
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 135 137
919 1.246
Fleet Logistics International
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 33 48
Fleet Logistics France S.A.S.
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 0 33
Fleet Logistics Finland Oy
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 1 1
34 82
953 1.328

(8) Sonstige Angaben

Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern der Muttergesellschaft

01.01.-31.12.2021 01.01.-31.12.2020
TEUR TEUR
Forderungen an
Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft 0 0
SÜD Auto Service GmbH 963 805
Verbindlichkeiten gegenüber
Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft 48 0
SÜD Auto Service GmbH 4.636 4.648

Angaben zu ausgeführten Zahlungsvorgängen

Im Berichtsjahr wurden 40.093 Zahlungsvorgänge (Vorjahr 42.695) mit einem Gesamtvolumen von TEUR 164.831 (Vorjahr TEUR 174.136) ausgeführt.

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr beschäftigte der Konzern durchschnittlich 190 (Vorjahr: 186) Angestellte. Die Vollzeitäquivalente verteilen sich wie folgt:

Gesellschaft Durchschnittliche Anzahl der Vollzeitäquivalenten 31.12.2021 Durchschnittliche Anzahl der Vollzeitäquivalenten 31.12.2020
Fleet Company GmbH 124 118
Fleet Logistics International 22 22
Fleet Logistics France SA. 24 26
Fleet Logistics Finland Oy 6 6
176 166

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer der Muttergesellschaft waren bzw. sind bestellt:

Harald Frings, Starnberg (bis 10. Juni 2021) - Geschäftsführer der FleetCompany GmbH verantwortlich für u.a. Product Mgmt, GMS, Country Head DACH (Front Office)

Michael Beck, Gmund (bis 28. Februar 2022) - Geschäftsführer der FleetCompany GmbH; verantwortlich für Accounting/ Controlling / Auslagerung RW; Legal, Contract-Magmt. / Compliance/ Geldwäsche und ZAG-Auslagerungsmanagement, IT-Operations, Risikomanagement/ Risikocontrolling / BCM / ISB, Global Structure & Organization / Datenschutz/ Beschwerdemgmt / Auslagerung IR(Back Office)

Dr. Corinna Asmus-Stenzig, Braunschweig; Geschäftsführerin carmobility GmbH; Geschäftsführerin der FleetCompany GmbH (ab 10. Juni 2021 bis 31. Dezember 2021) - verantwortlich für das Front Office; (ab 1. März 2022) - verantwortlich für das Back Office

Steffen Schick, Edingen-Neckarhausen (ab 1. Januar 2022) Geschäftsführer der FleetCompany GmbH - verantwortlich für das Front Office

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar (netto, ohne Auslagen) des Abschlussprüfers beträgt TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 90) für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR O (Vorjahr: TEUR 11) für andere Bestätigungsleistungen.

Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Januar 2022 / 17. März 2022 / 12. Juli 2022 / 26. Oktober 2022 wurden Kapitalerhöhungen in Form von Einzahlungen (TEUR 7.494) sowie Forderungsverzicht (TEUR 8.500) durch die Gesellschafter in Höhe von insgesamt TEUR 15.994 zur Sicherstellung der Eigenmittelanforderungen der FleetCompany GmbH durchgeführt.

Zur Scherstellung der laufenden Liquiditätsbedarfe wurde der Fleet Company GmbH im Januar 2022 seitens der Gesellschafterin Volkswagen Financial Services Aktiengesellschaft, Braunschweig, ein kurzfristiges Intercompany-Darlehen in Höhe von TEUR 16.500 zur Verfügung gestellt. In 2022 wurde dieses wieder zunächst bis auf TEUR 6.500 zurückgeführt. Dieses restliche Darlehen wurde auf Basis des Erlassvertrages vom 26.10.2022 der Kapitalrücklage - wie oben dargestellt - als sonstige Zuzahlung zugeführt.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Lage des Konzerns nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Oberhaching, 5. Dezember 2022

Geschäftsleitung

Steffen Schick

Dr. Corinna Asmus-Stenzig

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Anschaffungskosten
01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Software 811 28 - - 839
2. Selbsterstellte Software 1.711 13 - 794 2.518
3. Geschäfts- oder Firmenwert 7.159 3.090 - - 10.249
4. Geleistete Anzahlungen 794 226 - -794 226
10.475 3.357 - - 13.832
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 110 38 - - 148
639 176 -10 - 805
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
749 214 -10 - 953
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge Abgänge 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Software 516 157 - 673
2. Selbsterstellte Software 41 286 - 327
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.585 857 - 4.442
4. Geleistete Anzahlungen - - - -
4.142 1.300 - 5.442
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 64 19 - 83
471 118 -10 579
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
535 137 -10 662
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Anlagewerte
1. Entgeltlich erworbene Software 166 295
2. Selbsterstellte Software 2.191 1.670
3. Geschäfts- oder Firmenwert 5.807 3.574
4. Geleistete Anzahlungen 226 794
8.390 6.333
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 65 46
226 168
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
291 214

Konzern-Kapitalflussrechnung der FleetCompany GmbH für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
TEUR TEUR
1. Konzernjahresfehlbetrag -7.333 -6.265
2. Abschreibungen, Wertberichtigungen auf Forderungen und Gegenständen des Anlagevermögens 1.506 1.188
3. Veränderung der Rückstellungen 501 1.113
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-) 0 4
5. Veränderung der Forderungen an Kreditinstitute 5.525 -3.491
6. Veränderung der Forderungen an Kunden -8.356 2.051
7. Veränderung anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -348 1.596
8. Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -415 -53
9. Veränderung der anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit 4.824 -374
10. Zinsergebnis -26 -68
11. Gezahlte Zinsen 26 68
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -4.096 -4.231
12. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -214 -51
13. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.357 -1.718
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.571 -1.769
14. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 7.667 6.000
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.667 6.000
15. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (I., II. und III.) 0 0
16. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0 0
17. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 0 0

Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand gem. DRS21.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Verlustvortrag Konzernverlustvortrag Konzernjahresfehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2020 30 15.006 -5.027 0 -2.221 7.788
Erhöhung des gezeichneten Kapitals 0
Einstellung in Rücklagen 6.000 6.000
Einstellung in den Verlustvortrag -2.221 2.221 0
Jahresfehlbetrag -6.265 -6.265
Stand 31. Dezember 2020 30 21.006 -5.027 -2.221 -6.265 7.523
Erhöhung des gezeichneten Kapitals 6 6
Einstellung in Rücklagen 7.661 7.661
Einstellung in den Verlustvortrag -6.265 6.265 0
Jahresfehlbetrag -7.333 -7.333
Stand 31. Dezember 2021 36 28.667 -5.027 -8.486 -7.333 7.857