| Company | Information | Description |
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AVO Carbon Germany GmbH, Frankfurt am Main | Accounting / financial reports Unternehmensregister | Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Date: 11/26/2024Language: German |
![]() AVO Carbon Germany GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die AVO Carbon Germany GmbH, Frankfurt am Main: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der AVO Carbon Germany GmbH, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, 24. Oktober 2024 Forvis Mazars GmbH & Co. KG Dr. Christian Back, Wirtschaftsprüfer Carsten Dewald, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Allgemeine Angaben AVO Carbon Germany GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, Handelsregisternummer HRB 84683, Registergericht Frankfurt am Main, ist im Geschäftsbereich Produktion von Kohlebürsten für elektrische Motoren für Autohersteller, für Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge tätig. Die Gesellschaft ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Bilanz entspricht dem gesetzlichen Gliederungsschema (§ 266 Abs. 2 und 3 HGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB werden teilweise in Anspruch genommen. Zum Stichtag besteht ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.912 (VJ TEUR 222). Zum 31. Dezember 2020 hatte die Gesellschaft noch keinen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag. Die Gesellschaft ist weiterhin auf die Finanzierung durch die Muttergesellschaft (AVO Carbon Luxemburg Holdings SARL) angewiesen. Dies soll analog zum Vorjahr im Rahmen von Darlehnsverträgen passieren, wobei zum Stichtag bereits Darlehen in Höhe von MEUR 2,2 bestehen. Außerdem ist die Unterstützung durch den AVO Konzern durch eine Patronatserklärung vom 28. Juni 2024 mindestens bis Ende 2025 abgesichert, sodass die Geschäftsführung auch weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht. Nachdem die Gesellschaft im Rahmen der Budgetplanung für 2023 ein EBITDA von MEUR 1,9 antizipiert hatte, lässt sich nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 sagen, dass vorläufig ein EBITDA von ca. MEUR -1,0 erwartet wird. Darüber hinaus wird in der Budgetplanung 2024 ein EBITDA von MEUR +0,8 prognostiziert. Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass sich die positive Entwicklung der Gesellschaft nachhaltig fortsetzt. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen 2-5 Jahren. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen Materialkosten, Fertigungskosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie für soziale Einrichtungen, für freiwillige soziale Leistungen werden einbezogen, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen (§ 255 Abs. 2 S. 3 HGB). Die Abschreibungen erfolgen pro-rata-temporis nach der linearen Methode. Anlagegegenstände mit einem Wert bis EUR 250,00 werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst. Sofern deren Wert zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 liegt, werden diese in einem Sammelposten aktiviert und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Es liegen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet, die sowohl die direkten als auch die indirekten Produktions- und Verwaltungskosten und Abschreibungen beinhalten. Diese umfassen ebenfalls Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie für soziale Einrichtungen und freiwillige soziale Leistungen unter Inanspruchnahme des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht einbezogen. Die Bewertung zum Jahresende erfolgt unter Berücksichtigung der letzten Einkaufspreise und der Kalkulation der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten während des Jahres. Die so berechneten Herstellungskosten bzw. Anschaffungskosten werden mit den Verkaufspreisen der Fertig- und Handelswaren verglichen; sind diese niedriger als die Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten, wird eine Abwertung vorgenommen. Bestände, die länger als sechs Monate nicht bewegt wurden, werden zu 95 % abgeschrieben, um mögliche Verluste zu decken. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder mit dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Auf Forderungen, die durch bestimmte Risiken gefährdet sind, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine pauschalisierte Einzelwertberichtigung in Höhe von 1 % der Außenstände gebildet. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben gebildet, die vor dem Abschlussstichtag anfallen, aber einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Aktive latente Steuern wurden im Wesentlichen auf Unterschiede in der Bewertung der Pensions- und Altersteilzeit (ATZ)-Rückstellungen und auf die steuerlichen Verlustvorträge aus dem laufenden Jahr gebildet, unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB. Die Bildung der aktiven latenten Steuern erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 15,825 % Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und 16,1 % Gewerbesteuer (unverändert zum Vorjahr). Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 26 resultiert aus der Saldierung der ATZ Ansprüche (TEUR 397) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen bei der Allianz Versicherung AG, das gemäß § 253 Abs. 1 S.4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert (TEUR 423) bewertet wurde. Die Saldierung in der Gewinn- und Verlustrechnung beträgt TEUR -1 zum 31.12.2022. Das Eigenkapital wird zum Nominalwert bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (projected unit credit method) unter Zugrundelegung des von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen 10 Jahre von 1,78 %, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, gebildet. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der Richttafeln von 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zusätzlich wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 149. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie werden in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu deren Erfüllung notwendig ist. Eine Abzinsung ist für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr nicht vorzunehmen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Altersteilzeitverpflichtungen werden unter Zugrundelegung eines Marktzinssatzes von 0,59 % bewertet. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage der Richttafeln von 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und einer Dynamik der anrechenbaren Bezüge von 2,5 %. Die Altersteilzeitverpflichtung wird mit dem Aktivwert von Rückdeckungsversicherungen, die Deckungsvermögen darstellen, verrechnet. Der Aktivwert entspricht dem Zeitwert und gleichzeitig den fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung. Die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen wurden mit dem Zinsaufwand aus der Altersteilzeitverpflichtung saldiert. Im Geschäftsjahr 2022 besteht nach der Saldierung ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung von TEUR 26. Aus diesem Grund wird zum Stichtag, anders als im Vorjahr, keine Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, die aber Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung der kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Teil des Anhangs dargestellt. Es wurden keine Immateriellen Vermögensgegenstände erworben. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 820 (VJ TEUR 425) resultieren aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 998 (VJ TEUR 465) betreffen in Höhe von TEUR 998 (VJ TEUR 465) den laufenden Verrechnungsverkehr aus Lieferungen und Leistungen und sind unverzinslich. Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen werden debitorische Kreditoren sowie das Umsatzsteuerguthaben des Geschäftsjahres ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die aktiven latenten Steuern haben sich um TEUR 19 von TEUR 1.287 auf TEUR 1.306 erhöht.
Das Stammkapital in Höhe von EUR 2.525.000,00 ist voll eingezahlt. Die Geschäftsanteile werden von der AVO Carbon Luxemburg Holdings SARL, 22, rue de l'Industrie, L-8399 Windhof/Luxembourg, gehalten. Die Gewinnrücklagen sind seit dem Geschäftsjahr 2011 unverändert geblieben. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.755 (VJ TEUR 2.700). Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:
Die Rückdeckungsversicherung für die Altersteilzeitverpflichtungen wird mit ihrem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital (Aktivwert) als Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 422 mit dem Erfüllungsbetrag (TEUR 397) der Verpflichtung aus ATZ verrechnet, so dass keine saldierte Rückstellung auf der Passivseite auszuweisen ist (TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen gegenüber dem Factor aus dem unechten Factoring und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die erhaltene Anzahlungen (EUR 56) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (TEUR 2.007) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 702 (VJ TEUR 1.704) den laufenden Verrechnungsverkehr aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 721 (VJ TEUR 1.184) ein Darlehen gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Das Darlehen wird marktüblich verzinst und hat eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die Lohnverbindlichkeiten zahlbar im Januar 2023. Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverträgen für die Nutzung von Produktions- und Bürogebäuden in der Talstrasse 112, 60437 Frankfurt am Main sowie aus sonstigen Miet- und Leasingverhältnissen zum Zwecke der Minimierung der Kapitalbindung. Das Mietverhältnis für die Produktions- und Bürogebäude wurde zum 1. Oktober 2018 für weitere 10 Jahre verlängert, mit einer mietfreien Zeit von insgesamt 8 Monaten in den Jahren 2018 bis 2021. Die jährlichen Verpflichtungen betragen TEUR 343 (VJ TEUR 343). Weiterhin ergeben sich aus Leasing- und sonstigen Mietverträgen insgesamt finanzielle Verpflichtungen von TEUR 164 (VJ TEUR 98) bis zum Ende der jeweiligen Mindestlaufzeiten bis spätestens 2028. Dies ergibt einen Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.696 (VJ TEUR 3.594). Vorteile des Abschlusses von Miet- und Leasingverträgen sind u. a. die Liquiditätsverschonung, die Bilanzneutralität und eine transparente Kalkulationsgrundlage. Risiken ergeben sich u. U. aus insgesamt höheren Kosten, der Laufzeitbindung und damit Bestehen eines Fixkostenblocks. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 18.309 (VJ TEUR 19.165) werden hauptsächlich im Geschäftsbereich Autokohlebürstenproduktion erzielt. Erträge aus dem Verkauf von sonstigen Produkten betrugen TEUR 86 (VJ TEUR 104), aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen TEUR 240 (VJ TEUR 212) und an andere Kunden TEUR 3 (VJ TEUR 5). Die Hauptabsatzmärkte sind Europa: MEUR 10,2 (VJ MEUR 11,5), Asien: MEUR 6,8. (VJ MEUR 5,7), Nord- und Südamerika und sonstige: MEUR 1,3 (VJ MEUR 1,4). Die Sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 569 (VJ TEUR 505) beinhalten Erträge aus Währungsdifferenzen i. H. v. TEUR 53 (VJ TEUR 28). Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten Frachtkosten, Aufwendungen für Leiharbeiter, Instandhaltung der Maschinen, Management Fees, Miete, Leasing und sonstige Kosten. Periodenfremde Aufwendungen betragen TEUR 0 (VJ TEUR 14). Die Zinserträge aus der Rückdeckungsversicherung TEUR 40 (VJ TEUR 1) sind mit dem Zinsaufwand für die ATZ Verpflichtungen TEUR 1 (VJ TEUR 1) saldiert worden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 76 (VJ TEUR 14) und aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe TEUR 88 (VJ TEUR 239) enthalten. Die Ertragssteuern beinhalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 7. Sonstige Angaben Sonstige Geschäfte, die die Finanzlage beeinflussen, ergeben sich aus einer Factoring Vereinbarung, gemäß welcher bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die Factoring Gesellschaft übertragen werden (zum Stichtag TEUR 1.603 ggü VJ TEUR 1.277), um die Betriebsmittelfinanzierung zu optimieren. AVO Carbon Germany GmbH hat das Recht, den vorzeitig verfügbaren Saldo aus den verkauften Forderungen auf eigene Konten bei Bedarf abzurufen. Es handelt sich um ein unechtes Factoring, so dass die Forderungen gegen Kunden und die Verbindlichkeiten gegenüber dem Factor ausgewiesen werden. Vorteile des Abschlusses von Factoring-Verträgen sind insbesondere der sofortige Liquiditätszufluss bei Verkauf der Forderung. Risiken ergeben sich u. U. aus insgesamt höheren Kosten sowie aus Rückgriffsrechten der Banken bei Forderungsausfällen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 145 (VJ 151) Mitarbeiter, davon 32 (VJ 32) Angestellte und 113 (VJ 119) gewerbliche Mitarbeiter. Der Geschäftsführer ist Herr Olivier Spicker, Hagen (Luxembourg), Präsident und CEO der AVO-Gruppe. Bezüglich der Angaben über die Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird auf § 286 Abs. 4 HGB hingewiesen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist eine 100 %-Beteiligung der AVO CARBON Luxemburg Holdings SARL, in 22 rue de l'Industrie, L-8399 Windhof/Luxembourg. Die AVO CARBON Luxemburg Holdings SARL, Luxembourg stellt für alle verbundenen Unternehmen in der AVO Gruppe einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis auf. Der Konzernabschluss wird nicht veröffentlicht. Ergebnisverwendung und Ausschüttungssperren Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.690 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt TEUR 1.455. Die Ausschüttungssperre resultiert mit TEUR 1.306 aus der Aktivierung latenter Steuern und mit TEUR 149 aus dem Unterschiedsbetrag im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen.
Frankfurt am Main, den 24. Oktober 2024 AVO Carbon Germany GmbH Die Geschäftsführung Olivier Spicker ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS in Geschätsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022I. Grundlagen 1. Geschäftsmodell AVO Carbon Germany GmbH ist Hersteller von Kohlebürsten für elektrische Motoren, die in der Automobilindustrie und in anderen Bereichen der Industrie eingesetzt werden. Die Produktion findet am Standort des Unternehmens in Frankfurt am Main statt. AVO Carbon Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der AVO Carbon Luxemburg Holdings SARL, Windhof/Luxembourg, einbezogen und ist somit Teil der AVO-Gruppe. Die Gesellschaft setzt ihre Produkte national sowie international ab. 2. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung umfassen die Verbesserung verschiedener Werkstoffe im Einklang mit den Kundenanforderungen hinsichtlich der elektrischen und chemischen Eigenschaften der Kohlebürsten. II. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Berichtsjahr dynamisch und war von verschiedenen Faktoren geprägt. Trotz anfänglicher Unsicherheiten aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie begann sich die Weltwirtschaft zu erholen, wobei viele Länder ihre wirtschaftlichen Aktivitäten wieder verstärkten, und Restriktionen lockerten. Ein Schlüsselfaktor für diese Erholung war die Fortsetzung der Impfkampagnen und die verbesserte Verfügbarkeit von Impfstoffen, die es vielen Ländern ermöglichten, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und das Vertrauen von Verbrauchern und Unternehmen zu stärken. Dadurch konnten einige der schlimmsten wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abgemildert werden. Dennoch blieben Herausforderungen wie Versorgungsengpässe, steigende Inflation und geopolitische Spannungen bestehen, die die Märkte belasteten und das Wirtschaftswachstum in einigen Regionen beeinträchtigten. Das Wachstum des Welthandels lag 2022 bei 5,1 % und damit leicht über dem Durchschnitt der Jahre 2000-2019 von 4,9 %.1 Die Inflation beschleunigte sich aufgrund gestiegener Rohstoff- und Strompreise deutlich. Die Verbraucherpreise in Deutschland steigen im Jahr 2022 um durchschnittlich 8,1 % gegenüber dem Vorjahr.2 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Insgesamt war das Jahr 2022 für die Automobilbranche von einer Mischung aus Herausforderungen und Chancen geprägt. Während sich der Markt für Elektrofahrzeuge dynamisch entwickelte und digitale Innovationen vorangetrieben wurden, mussten Hersteller auch mit Produktionsengpässen und globalen Marktschwankungen umgehen. Im Jahr 2022 lag das Marktvolumen der weltweiten Automobilproduktion bei rund 2,52 Billionen US-Dollar, was einem Rückgang von etwa 7 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.3 Die Geschäfte von traditionellen Automobilherstellern wurden durch die anhaltende Chipkrise beeinträchtigt, die zu Produktionsengpässen und Lieferverzögerungen führte. Dies hatte Auswirkungen auf die Gesamtverkaufszahlen und zwang einige Unternehmen, ihre Produktionsprozesse anzupassen. Jedoch stiegen die Verkaufszahlen von Elektroautos weltweit signifikant an. China blieb wie in den Vorjahren der größte Markt für Elektrofahrzeuge, gefolgt von Europa und den USA. In einigen europäischen Ländern übertrafen die Verkäufe von Elektroautos erstmals die von Verbrennungsmotoren.4 III. Geschäftsverlauf Bei der AVO Carbon Germany GmbH sind Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Analog zur allgemeinen Entwicklung in der Automobilbranche waren Umsatz und Gewinn im Jahr 2022 wieder rückläufig nach einem Aufschwung im Jahr 2021, welcher geprägt war durch die kräftige weltwirtschaftliche Erholung.
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https://www.bmwk.de/https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2023/12/11-weltwirtschaft.html Der leichte Umsatzrückgang ist für die AVO Carbon Germany GmbH vorwiegend auf einen Mangel an Halbleitern/Microchips zurückzuführen, welcher seit 2021 die gesamte Automobilindustrie beeinträchtigt. Die fehlenden Komponenten führten dazu, dass in der Automobilindustrie viele Autos nicht gebaut werden konnten und eine große Anzahl von Beschäftigten der Automobilproduzenten, z.B. Ford, BMW, Daimler, sich in Kurzarbeitsmaßnahmen befanden. Die Produkte der AVO Carbon Germany GmbH, Kohlebürsten, sind zu 99% in Komponenten, die für die Automobilindustrie hergestellt werden, zu finden. Hierzu zählen Elektromotoren, z.B. für Sitzverstellung, Fensterheber, ABS-Systeme, Motorsteuerung, Motorkühlung und Anlasser. 1. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage a) Ertragslage
Der Umsatzrückgang um -4,5 % ist hauptsächlich auf den europäischen Markt (MEUR 10,2 im Vergleich zu MEUR 11,5 im Vorjahr) und den nord- und südamerikanischen Markt (MEUR 1,3 gegenüber MEUR 1,4 in 2021) zurückzuführen. Der asiatische Markt stieg um MEUR 1,1 im Vergleich zum Vorjahr auf MEUR 6,8. Insgesamt liegen die Umsatzerlöse jedoch leicht über dem Wert der von der Gesellschaft nachträglich revidierten Prognose für das Jahr 2022. Dieser betrug MEUR 18. Im Vorjahr war die AVO Carbon Germany GmbH gezwungen Kurzarbeit einzuleiten aufgrund der angespannten Situation in der zweiten Jahreshälfte. Dies wurde 2022 wieder aufgehoben, weshalb der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr um MEUR 1,3 stieg. Trotz Effizienzsteigerungsmaßnahmen konnten die Kosten nicht in dem erforderlichen Umfang und mit der notwendigen Geschwindigkeit reduziert werden. Aufgrund der beschriebenen Effekte hat sich das Jahresergebnis der Gesellschaft von TEUR -1.684 im Vorjahr auf TEUR -3.690 verschlechtert. Dies entspricht einer negativeren Entwicklung als von der Gesellschaft prognostiziert, die aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen im Jahr 2022 ein ähnliches Geschäftsergebnis wie im Jahr 2021 erwartet hatte. b) Finanzlage Die liquiden Mittel haben sich von TEUR 765 im Vorjahr um TEUR 40 auf TEUR 725 verringert. Der Mittelabfluss aus aktiver Geschäftstätigkeit betrug TEUR 1.967. Der Verkauf von Produktionsanlagen (TEUR 1,839) an die Muttergesellschaft generierte einen positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.676. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR 149, das seitens der Muttergesellschaft gewährte Darlehen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 463 auf TEUR 721 (Vorjahr TEUR 1.184). Die kurzfristigen Kredite beim Factoring Partner haben sich von TEUR 1.292 im Vorjahr auf TEUR 1.642 erhöht. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Jahr 2022 um TEUR 1.427 auf TEUR 11.541 erhöht (im Vorjahr TEUR 10.114). Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen verringerten sich auf TEUR 1.055 (im Vorjahr TEUR 3.637), primär zurückzuführen auf einen Rückgang der technischen Anlagen und Maschinen um TEUR -2.602 im Vergleich zum Vorjahr. Die Vorräte beliefen sich auf TEUR 2.304 zum Jahresende (im Vorjahr TEUR 2.974). Auf die Regelung zur Abwertung der Bestände sei hingewiesen, wonach alle Vorräte um 95 % abgeschrieben werden, die seit sechs Monaten nicht mehr bewegt worden sind. Die Abwertungen hierfür betrugen TEUR 654 (im Vorjahr TEUR 380). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind von TEUR 890 im Vorjahr auf TEUR 1.819 gestiegen und erreichten damit fast das Niveau vom Vor-Vorjahr 2020. Von der Muttergesellschaft gewährte Darlehen an die Gesellschaft betrugen zum Jahresende TEUR 2.092. Die Sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 315 beinhalten hauptsächlich Forderungen aus Steuern und langfristige externe Finanzforderungen. Die aktiven latenten Steuern belaufen sich auf TEUR 1.306, hier fand ein Anstieg von TEUR 19 im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 1.287) statt. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von TEUR 3.673 im Vorjahr auf TEUR 4.802 erhöht. Die sonstigen Rückstellungen sind von TEUR 2.012 im Vorjahr auf TEUR 1.591 gesunken, was auf den Rückgang der Gewährleistungsrückstellungen i. H. v. TEUR 212, der ausstehenden Rechnungen i. H. v. TEUR 112 und Altersteilzeit i. H. v. TEUR 52 zurückzuführen ist. Durch den erzielten Jahresfehlbetrag hat sich das Eigenkapital von TEUR -222 im Vorjahr auf TEUR -3.912 reduziert. Das operative Geschäft der AVO Carbon Gruppe ist bis zum heutigen Stand vom russischen Angriffskrieg auf die Ukraine mit Ausnahme der steigenden Energiepreise nicht direkt betroffen, weder bei den Rohstoffeinkäufen noch bei den Umsätzen. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung bewertet monatlich die Unternehmensentwicklung aufgrund der Indikatoren Umsatz und EBITDA. Im Jahr 2022 betrugen diese Indikatoren TEUR 18.309 (Umsatz) und TEUR -2.497 (EBITDA) (im Vorjahr TEUR 19.165 und TEUR -593). Die Begründung der Veränderung dieser Kennzahlen sowie der Vergleich zu den im Vorjahr geplanten Werten ist im Kapitel „Ertragslage“ beschrieben. Der Indikator EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.904 verschlechtert, obwohl prognostiziert wurde, dass die Kennzahl auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr liegen würde. Diese Prognose erwies sich als unzutreffend. 3. Gesamtaussage Insgesamt sind die Geschäftsentwicklung und die Lage der Gesellschaft aus Sicht der Unternehmensleitung und aus Sicht der Geschäftsleitung nicht zufriedenstellend. IV. Zukünftige Entwicklung, Chancen und Risiken 1. Prognosebericht Auf globaler Ebene haben sich die Prognosen für die Jahre 2023 und 2024 leicht verbessert, bedingt durch sinkende Energiegroßhandelspreise und die Aufhebung der Null-Covid-Politik in China im Dezember 2022. Die Weltwirtschaftsleistung ist 2023 um 3,3% angestiegen und es wird für 2024 ein Anstieg um 3,2% prognostiziert.5 In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt um 0,3% im Jahr 2023 gesunken und für 2024 wird ein Anstieg von 0,3% erwartet.6 Die Inflation ist seit Herbst 2022 vor allem in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften rückläufig, bleibt aber bis weit in das Jahr 2024 hinein eine Herausforderung. Die Verbraucherpreise sind 2023 um 5,9% angestiegen.7 Für 2024 wird laut Statista ein Anstieg von 2,3 % erwartet. Im weltweiten Durchschnitt sind die Verbraucherpreise 2023 um 6,8% gegenüber dem Vorjahr gestiegen und es wird ein Anstieg um 5,9% für 2024 prognostiziert.8 Darüber hinaus belastet der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterhin die Aussichten für die Weltwirtschaft und sorgt für große politische Unsicherheiten. Anhaltend hohe Energie- und Rohstoffpreise, insbesondere verstärkt durch das seit Dezember 2022 geltende Ölembargo gegenüber Russland, sowie ausbleibende Nahrungsmittel- und Düngemittelexporte der Ukraine und Russlands sind die Folgen und auch künftig zu erwarten. Der Chipmangel in der Autoindustrie hat seit 2021 weitreichende Auswirkungen auf die Produktion von Fahrzeugen weltweit. Trotz der Hochrüstung der Halbleiterproduktion und der Stabilisierung der Lieferketten sind die Aussichten nicht erfolgsversprechend. Die meisten Experten und Unternehmensberatungen gehen davon aus, dass die Auswirkungen des Chipmangels bis Ende 2024 oder sogar 2025 zu spüren sein werden und es zu Engpässen kommen könnte, insbesondere wenn neue Störungen auftreten oder die Nachfrage nach elektronischen Produkten weiter steigt.9 Die Geschäftsführung überwacht die Liquidität streng anhand von wöchentlichen rollierenden Forecasts. Für 2023 hat AVO Carbon Germany einen Umsatz von TEUR 19.281 und ein EBITDA von TEUR -387 erzielt. Für 2024 prognostiziert die Gesellschaft Umsätze in Höhe von TEUR 16.304 und ein EBITDA von TEUR -2.555. Aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage hat sich der Umsatzerlös entgegen der ursprünglichen Prognose im Jahr 2024 nicht gesteigert. Im letzten Quartal 2024 wird keine wesentliche Verbesserung erwartet. Dennoch plant die Gruppe im letzten Quartal 2024 die Auslastung des Standorts Deutschland zu erhöhen, um die Aktivitäten bei AVO Carbon Germany zu verstärken. Aus diesem Grund werden positive Auswirkungen voraussichtlich Anfang 2025 einsetzen.
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Wachstum des weltweiten BIP bis 2025 | Statista
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Inflationsrate weltweit bis 2029 | Statista 2. Risikobericht Unser Risikomanagement umfasst diverse Maßnahmen von der Identifizierung bis zur Kontrolle von Risiken. Alljährlich wird ein Budget erstellt, in dem Umsätze und Kosten nach den zu erwartenden Umständen dargestellt werden, um das EBITDA zu steuern. Die tatsächlichen Gewinn- und Verlustauswertungen werden monatlich den Budgetwerten gegenübergestellt und Abweichungen zwischen Ist- und Sollwerten analysiert. Fehlentwicklungen können somit frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Zudem erfolgt eine wöchentliche, rollierende Liquiditätsplanung zum besseren Cash-Management. Die Risiken für die Gesellschaft sind nach Relevanz absteigend gegliedert: Absatzrisiko Der Markt für Kohlebürsten für elektrische Motoren für die Automobilindustrie wird von wenigen Herstellern dominiert. Ein Absatzrisiko besteht für die Gesellschaft, wenn die Kunden auf mehrere Kohlebürstenlieferanten für die neuen Modelle von Elektromotoren setzen und die Volumina aufteilen, was die Produktionskosten erhöhen kann. Kundenverluste können nachteilige Auswirkungen auf das Ergebnis der Gesellschaft haben. Externe Schocks wie die Corona-Pandemie können dazu führen, dass der Markt für Autos weltweit schrumpft und sich somit die Nachfrage der Automobilproduzenten nach unseren Produkten erheblich reduziert. Personalkostenrisiko Die jährlichen Tariferhöhungen im Personalbereich bergen Risiken, da diese den Produktionsstandort Deutschland immer weiter verteuern im Vergleich zu anderen Standorten in Asien und Südamerika. Die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung des Personals können nicht immer Schritt halten mit den steigenden Kosten. Rohstoff- und Einkaufsrisiko Risiken für das EBITDA könnten sich aus der Rohstoffpreisentwicklung ergeben, wobei dieser Effekt gering ausfallen dürfte. Die jedes Jahr mit unseren Hauptkunden neuverhandelten Verkaufspreise decken weitgehend die Preisschwankungen im Rohstoffbereich ab. Aufgrund der pandemischen und weltpolitischen Lage besteht seit dem Jahresende 2021 ein hohes Risiko von stark steigenden Energiepreisen. Dieses Risiko hat sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 noch deutlich verschärft. Ferner ist zu berücksichtigen, dass das Unternehmen kein Hedging gegen Schwankungen der Preise für Kupfer und Grafit, bzw. gegen Wechselkursschwankungen des USD, betreibt. Diese Risiken sehen wir als gering an infolge der flexiblen Preisvereinbarungen mit unseren Hauptkunden. Forderungsausfall- und Währungsrisiko Weitere Risiken für das EBITDA könnten sich aus dem Ausfall von Forderungen ergeben. Durch die Diversität in der Zusammensetzung unseres Kundenstamms sehen wir jedoch das Risiko als gering an. Die pauschalisierte Wertberichtigung der Forderungen in Höhe von 1 % gewährleistet sowohl ein regelmäßiges Monitoring der Forderungen als auch eine frühzeitige Abbildung des Risikos im Jahresabschluss. Aufgrund der schon getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung, zur Sicherung der vorhandenen Liquidität und zur Inanspruchnahme von staatlichen Hilfen zur Überbrückung der ausfallenden Umsätze in den nächsten Monaten sind bestandsgefährdende Risiken aus Sicht der Geschäftsleitung im Jahr 2023 nicht erkennbar. Außerdem ist die Unterstützung durch den AVO Konzern durch eine Patronatserklärung vom 28. Juni 2024 bis mindestens Ende 2025 abgesichert, sodass die Geschäftsführung auch weiterhin von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgeht. Den Bestand des Unternehmens gefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen. 3. Chancenbericht Die Chancen für die Gesellschaft sind nach Relevanz absteigend gegliedert: Sicherung der Liquidität und Effizienzsteigerungen Als höchste Priorität, neben der Sicherung der Liquidität, steht die erfolgreiche Umsetzung der schon definierten Verbesserungsmaßnahmen zur Reduzierung des Ausschusses, der Qualitätsprobleme und des Energieverbrauchs. Das Insourcing von Werkzeugen und die bessere Nutzung der Ersatzteile werden intensiviert. Durch Verbesserungen der Organisation in den produktiven und nicht produktiven Bereichen wird die Effizienzsteigerung des Personals vorangetrieben. Wir erwarten insgesamt im Jahr 2024 eine herausfordernde Ausgangslage, wobei wir einen Rückgang auf Ebene der Umsätze und des EBITDA erwarten. Mit einer Besserung der Geschäftslage ist frühestens im Jahr 2025 zu rechnen. Neukunden Die Gewinnung von neuen Kunden beziehungsweise die Entwicklung neuer Projekte mit Bestandskunden stellt für die Gesellschaft eine Möglichkeit dar, ihr Absatzvolumen langfristig am Markt zu steigern.
Frankfurt am Main, den 24. Oktober 2024 Die Geschäftsführung Olivier Spicker Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 19. November 2024. |
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