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Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald | Rechnungslegung / Finanzberichte Unternehmensregister | Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Datum: 01.03.2024Sprache: Deutsch |
Dunkermotoren GmbHBonndorf im SchwarzwaldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Dunkermotoren GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Dunkermotoren GmbH, Bonndorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dunkermotoren GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt VI des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Villingen-Schwenningen, 12. Mai 2023 Ernst & Young GmbH Nietzer, Wirtschaftsprüfer Busser, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022A. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Dunkermotoren GmbH, Bonndorf, wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG in EUR aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Dunkermotoren GmbH mit Sitz in Bonndorf im Schwarzwald im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter der Nummer HRB 705227 eingetragen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von 3-5 Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Im Geschäftsjahr wurden jedoch keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände i. S. d. § 248 Abs. 2 HGB wurden nicht aktiviert. Der im Rahmen der Verschmelzung der Dunkermotoren GmbH auf die ehemalige Dunkermotoren Holding GmbH, Bonndorf, im Geschäftsjahr 2010 angesetzten Kundenbeziehungen werden über drei bis vierzehn Jahre und produktbezogenes Know How über sieben bis zehn Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagenvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden und Grundstückseinrichtungen 5 bis 50 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 16 Jahre sowie bei anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23 Jahre. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Seit dem Geschäftsjahr 2018 werden Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 bis einschließlich EUR 1.000 über die Poolabschreibung sofort abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zum gleitenden Durchschnitt oder zu niedrigeren Tagespreisen zuzüglich angemessener Anschaffungsnebenkosten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gem. § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, indem von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen wurden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected-Unit-Credit-Method") unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78 % (Vj. 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Darüber hinaus wurden der Rückstellungsermittlung folgende Rechnungsannahmen zugrunde gelegt:
Die Berechnung der Fluktuationsrate erfolgt mit altersabhängigen jährlichen Fluktuationswahrscheinlichkeiten. Darüber hinaus bestehen Leistungszusagen betrieblicher Altersversorgung aus Versorgungskonten auf der Grundlage von arbeitnehmerfinanzierten Beiträgen, die in Kapitalbausteine umgewandelt und entsprechenden Versorgungskonten gutgeschrieben werden (Dunkermotoren Vorsorge Konto). Es handelt sich um eine versicherungsgebundene Versorgungszusage, die zum 31. Dezember 2022 gem. § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherung bewertet wurde. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zugrundeliegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert mit einem Zinsfuß je nach geschätzter Inanspruchnahme zwischen 0,59 % und 0,96 % (Vj. zwischen 0,61 % und 0,96 %) angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden nach dem ratierlich degressiven Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected-Unit-Credit-Method") unter Verwendung der „Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Sofern eine Verzinsung zu berücksichtigen war, wurde der Rechnungszins mit 0,51 % (Vj. 0,34 %) angesetzt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vj. 2,5 %) berücksichtigt. Der handelsrechtliche Ansatz gem. § 249 HGB erfolgte in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 3. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Altersteilzeitverpflichtung entspricht dem von der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main, veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins, der sich wie im Vorjahr bei einer angenommenen Restlaufzeit von 2 Jahren ergibt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Rückdeckungsversicherung; Deckungsvermögen i. S. d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen sind zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anhang beigefügt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen im Zuge der zum 2. Januar 2010 erfolgten Verschmelzung der Dunkermotoren GmbH auf die ehemalige Dunkermotoren Holding GmbH entstanden. Neben dem Geschäfts- und Firmenwert (in Höhe von TEUR 35.756) und den Markennamen „Dunkermotoren“ (TEUR 6.900), die bereits abgeschrieben sind, wurden die Kundenbeziehungen (TEUR 34.200) sowie produktbezogenes Know-how und Entwicklungsleistungen (TEUR 8.653) als immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Am 2. Februar 2015 wurden im Rahmen eines Asset Deals die Vermögensgegenstände der Dunkermotoren Linear Systems Ltd., Basildon, Großbritannien, an die Dunkermotoren GmbH übertragen. Der daraus entstandene Geschäft- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.502 (TGBP 1.873) wurde über 5 Jahre abgeschrieben. Für die Nutzung der Marke „Dunker“ auf dem türkischen Markt wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Markenname in Höhe von TEUR 39 aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag ergeben sich Restbuchwerte in Höhe von TEUR 2.163 (Vj. TEUR 3.599) für übrige immaterielle Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen Kundenbeziehungen bzw. entgeltlich erworbene Software betreffen. Angaben zum Anteilsbesitz
Im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Tochtergesellschaft gegründet, welche wiederrum Vermögensgegenstände und Schulden der EGS Automation GmbH, Donaueschingen, im Rahmen eines Asset Deals zum 1. März 2021 übernommen hat. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.163 (Vj. TEUR 8.265) und Darlehen in Höhe von TEUR 79.440 (Vj. TEUR 79.440). Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit dem Organträger AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve, ist die Dunkermotoren GmbH seit dem 1. Januar 2013 kein eigenständiges Steuerobjekt mehr und latente Steuern werden auf Ebene des Organträgers bilanziert. Eigenkapital Das Stammkapital der Dunkermotoren GmbH ist vollständig erbracht und beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.050.000,00. Einzige Gesellschafterin ist die Direl GmbH, Bonndorf. Zwischen der Dunkermotoren GmbH (ergebnisabführende Gesellschaft) und der Direl GmbH (ergebnisempfangende Gesellschaft) besteht seit dem 1. Januar 2011 ein Ergebnisabführungsvertrag. Aufgrund dieses Vertrags wird das gesamte Jahresergebnis der Dunkermotoren GmbH an die Direl GmbH abgeführt bzw. ein sonst entstandener Jahresfehlbetrag übernommen. Der Jahresüberschuss 2022 in Höhe von TEUR 52.423 wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Direl GmbH an die Direl GmbH abgeführt. Somit ergibt sich ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 102.882. Rückstellungen
Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt der Unterschiedsbetrag bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB TEUR 2.079. Die Abführungssperre des § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags nicht einschlägig. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für die versicherungsgebundene Versorgungszusage (Dunkermotoren Vorsorge Konto):
Der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung für Altersteilzeit:
Der Zeitwert der Vermögensgegenstände entspricht den Anschaffungskosten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.430 (Vj. TEUR 6.482) sowie Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEUR 13.850 (Vj. 13.850). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Gesellschafter TEUR 46.273 (Vj. TEUR 21.703). D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung nach Unternehmensbereichen
Aufgliederung nach Absatzgebieten
Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 357 (Vj.TEUR 474) enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Vorjahren. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen waren wie im Vorjahr nicht enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen bzw. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält den Zinsanteil der Pensionsverpflichtungen, der Altersteilzeitverpflichtungen, der Jubiläumsverpflichtungen sowie der Sterbegeldverpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 996 (Vj. TEUR 2.705) sowie den Zinsanteil der langfristigen Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 1). Außerdem enthalten ist das Verwahrentgelt in Höhe von TEUR 19 (Vj. TEUR 35) sowie die Zinsaufwendungen für Intercompany-Darlehen in Höhe von TEUR 181 (Vj. TEUR 98). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH werden sowohl die effektiven als auch die latenten Ertragsteuern auf Ebene der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH bilanziert. Ausländische Quellensteuern werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen. E. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie keine Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Operating - Leasing: a) Gebäude/Grundstück Zum 31. Dezember 2022 bestehen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Operating Leasing für das Logistikzentrum in Bonndorf in Höhe von TEUR 1.045 (Vj. TEUR 1.289) sowie für einen Parkplatz in Bonndorf in Höhe von TEUR 70 (Vj. TEUR 89). Es bestehen weitere sonstige Verpflichtungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 16). Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. b) EDV Equipment Zum 31. Dezember 2022 bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing für EDV-Equipment in Höhe von TEUR 437 (Vj. TEUR 647). Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln sowie die Risikominimierung hinsichtlich Überalterung oder Ausfall von EDV-Equipment. c) Kraftfahrzeuge Zum 31. Dezember 2022 bestehen Verpflichtungen aus Operating Leasing für Kraftfahrzeuge in Höhe von TEUR 241 (Vj.TEUR 393). Zweck ist die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln. Sämtliche Risiken verbleiben beim Leasinggeber. Vorteile sind die Optimierung des Bestandes an liquiden Mitteln sowie die Risikominimierung. Fälligkeit der außerbilanziellen Geschäfte aus Leasingverträgen:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Geschäfte mit nahestehenden Personen oder Unternehmen zu marktunüblichen Bedingungen. Mitglieder der Geschäftsführung Lorenz, Uwe, Bonndorf im Schwarzwald, Geschäftsführung Emanuela Speranza, Paris / Frankreich, Geschäftsführung (ab 5. Oktober 2022) Bezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gem. § 285 Nr. 9a HGB wird entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Mitglieder des Aufsichtsrats Rolf Singendonk, Kaufmann, Vorsitzender Aufsichtsrat Sandy Würker, Bilanzbuchhalterin Rainer Petry, Techniker Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Bezüge erhalten. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente):
Darin enthalten sind 49 (Vj. 49) Auszubildende. Honorare des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2022 betrugen die Honorare der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, gemäß § 285 Nr. 17 HGB insgesamt TEUR 220. Davon entfielen auf Abschlussprüfung TEUR 168 und auf Steuerberatung TEUR 52. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist mittelbar eine 100%ige Tochtergesellschaft der AMETEK Material Analysis Holdings GmbH, Kleve. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn, USA, einbezogen (größter und kleinster Konsolidierungskreis). Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 nicht verpflichtet, da die AMETEK Inc. einen Konzernabschluss mit befreiender Wirkung für die Gesellschaft aufstellt. Der befreiende Konzernabschluss der AMETEK Inc. wird nach den Rechnungslegungsgrundsätzen der US-GAAP aufgestellt, ist am Sitz der AMETEK Inc. in Berwyn, HR Nr. (USA) I.R.S. 14-1682544 erhältlich und wird in englischer Sprache beim Bundesanzeiger durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH in Kleve, HR Nr. HRB 9403, offengelegt. Die wesentlichen abweichenden Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden zwischen US-amerikanischer (US-GAAP) und deutscher (HGB) Rechnungslegung in Bezug auf den Konzernabschluss der AMETEK Inc., Berwyn, USA, sind nachfolgend ausgeführt. Immaterielle Vermögensgegenstände / Geschäfts- oder Firmenwert Nach US-GAAP wurden die im Rahmen des Erwerbs der Dunkermotoren-Gruppe durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH identifizierten immaterielle Vermögensgegenstände mit ihrem Fair Value angesetzt und - sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist - über ihre planmäßige wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Diese betreffen die Marke "Dunkermotoren", Kundenbeziehungen sowie produktspezifisches Know-How. Die Kundenbeziehungen werden über eine Nutzungsdauer von 20 Jahren abgeschrieben, das produktspezifische Know-How über 15 Jahre. Der Markenname unterliegt aufgrund der unbestimmbaren Nutzungsdauer keiner planmäßigen Abschreibung. Der im Rahmen des Unternehmenserwerbs entstandene Geschäfts- und Firmenwert unterliegt nach US-GAAP keiner planmäßigen Abschreibung, sondern wird mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Sachanlagen Nach US-GAAP wurden die im Rahmen des Erwerbs der Dunkermotoren-Gruppe durch die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH identifizierten materiellen Vermögensgegenstände mit ihrem Fair Value angesetzt und über ihre planmäßige wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern nach HGB und US-GAAP stellen sich wie folgt dar:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Sowohl nach HGB als auch nach US-GAAP wurden die Rückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Method") ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach HGB als Aufwand oder Ertrag, nach US-GAAP (Korridormethode) ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst (OCI - Other Comprehensive Income). Die Rechnungsparameter nach HGB und US-GAAP stellen sich wie folgt dar:
Sonstige Rückstellungen Die Möglichkeiten zur Bildung von Rückstellungen sind in der US-amerikanischen Rechnungslegung restriktiver geregelt als nach HGB. Rückstellungen sind nach US-GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ("more likely than not") und die voraussichtliche Höhe des Erfüllungsbetrags der notwendigen Rückstellung zuverlässig schätzbar ist. Dabei ist auch eine Abzinsung zu berücksichtigen, wenn diese zuverlässig schätzbar ist. Rückstellungen nach HGB sind mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag zu bewerten und bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Diskontierungszins orientiert sich nach US-GAAP an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen erzielt werden. Nach HGB ist dieser Zins grundsätzlich ein der Laufzeit entsprechender durchschnittlicher Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Latente Steuern Nach HGB besteht für einen aktiven latenten Steuerüberhang ein Ansatzwahlrecht, nach US-GAAP sind aktive latente Steuern anzusetzen. Lagebericht Der befreiende Konzernabschluss der Ametek Inc. wird entsprechend den SEC-Anforderungen im K-10 Form offengelegt. Diese Form enthält in Item „7. Erläuterung und Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch das Management („MD&A“)“ detaillierte Erläuterungen des Managements hinsichtlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, wie sie üblicherweise Bestandteil des Konzernlageberichts sind. Daneben enthält die K-10 Form weitere gleichwertige Angaben zum Konzernlagebericht, insbesondere zu Geschäftstätigkeit/Rahmenbedingungen, Mitarbeitern, Forschung und Entwicklung sowie Chancen und Risiken. Nachtragsbericht Es sind nach dem Bilanzstichtag keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben könnten.
Bonndorf, 11. Mai 2023 Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald gez. Uwe Lorenz gez. Emanuela Speranza Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022I. Geschäft und Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Gegenstand der Dunkermotoren GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von elektrischen Antrieben und Ansteuerungen, insbesondere Elektromotoren und Getrieben mit zugehörigen Steuerelektroniken einschließlich Software sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf diesem Gebiet, insbesondere im Zusammenhang mit Antriebsauslegungen und Inbetriebnahmen. Die Dunkermotoren GmbH liefert Antriebe für Applikationen in folgenden Marktsegmenten (% der Direktverkäufe von Umsatz):
Das hierfür verwendete Produktportfolio beinhaltet hauptsächlich:
Gesellschaftsrechtliche Rahmenbedingungen Mit der Muttergesellschaft Direl GmbH, Bonndorf, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Alleinige Gesellschafterin der Direl GmbH ist die Direl Holding GmbH, Bonndorf. Die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH in Kleve hält 100 % der Anteile an der Direl Holding GmbH. Die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH wiederum ist eine Tochtergesellschaft der AMETEK Inc., Berwyn, USA. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der AMETEK Inc. einbezogen. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft Mittelfristig höhere Energie- und Rohstoffpreise belasten das Produktionspotential. Im Vergleich zur Projektion im Herbst 2021, vor dem Beginn des Krieges in der Ukraine wird nun das Niveau des Produktionspotentials um durchschnittlich rund 2 Prozent niedriger. Verantwortlich hierfür sind Revision aller drei Faktoren: TFP-Trend (totale Faktorproduktivität), Kapitalstock und potenzielles Arbeitsvolumen. Die deutsche Wirtschaft gleitet im laufenden Jahr in keine Rezession ab. Im Jahr 2022 war die Kapazitätsauslastung Unternehmensbefragungen zufolge im verarbeiteten Gewerbe hoch und hat sich zuletzt wieder ihrem langfristigen Durchschnitt angenähert. Hoher Fachkräftemangel und der außergewöhnlich kräftige heimische Preisauftrieb sprechen für angespannte Produktionskapazitäten. Sofern die stabile Weltkonjunktur wieder zu steigenden Auftragseingängen führt, werden die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe wohl noch einige Zeit benötigen, ihre aufgrund der Lieferengpässe aufgetürmten Auftragsbestände abzuarbeiten. (Quelle: Kieler Konjunkturberichte Nr. 102, 2023/Q1) Der Produktionsanstieg der Metall- und Elektroindustrie (M+E-Industrie) in Deutschland lag 2022 nur 1,8% über dem Vorjahr. Die M+E-Produktion ist damit immer noch um 12 % unter dem Vorkrisenniveau von 2018. Der Auftragseingang lag um 4 % unter dem Vorjahr. Die Reichweite der Auftragsbestände ist mit 6 Monaten weiter auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Steigende Preise überdeckten bis Jahresmitte noch die sinkende Nachfrage. Inzwischen sinkt aber auch der Auftragswert. Quelle: ME-Gesamtmetall: Wirtschaftliche Lage der M+E-Industrie, Februar 2022 https://www.gesamtmetall.de/branche/me-zahlen/aktuelle-daten Il. Ertragslage Auftragsentwicklung und Umsatz Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Dunkermotoren GmbH einen Auftragseingang von 282,7 MEUR (Vj. 256,9 MEUR). Prozentual erhöhte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr damit um 10 %. Der im letzten Jahr prognostizierte Auftragseingang von 268 MEUR, wurde damit deutlich übertroffen. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende 167,9 MEUR (Vj. 157,7 MEUR). Insgesamt konnte die Dunkermotoren GmbH den Umsatz von 236,3 MEUR aus dem Jahr 2021 übertreffen und erzielte damit einen Rekordumsatz. Mit 276,8 MEUR wurde der Umsatz gegenüber dem Vorjahr (236,3 MEUR) um 41 MEUR gesteigert. Die sonstigen Umsatzerlöse sanken von 2,1 MEUR im Vorjahr auf 1,3 MEUR im laufenden Jahr. Aus dem Vertriebsprozess wurde ein Umsatz von 275,5 MEUR (Vj. 234,2 MEUR) erzielt (nachfolgende Angaben beziehen sich ausschließlich auf Umsätze aus dem Vertriebsprozess). Die Erwartungen an die Umsatzentwicklung aus dem letztjährigen Lagebericht in Höhe von 268 MEUR wurden damit um rund 3 % übertroffen. In den ersten drei Quartalen lag der Umsatzzuwachs in etwa 20 % über dem erwarteten Bereich. Ein etwas schwächeres 4. Quartal mit einer Steigerung von 9 % führten zu einer Steigerung in Höhe von gesamt rund 17 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsatzsteigerung erstreckte sich über alle Regionen hinweg. Der Umsatz auf dem Inlandsmarkt steigerte sich um 19,5 %. Mit 15,3 % war der Zuwachs auf dem Exportmarkt etwas schwächer als im Inlandsmarkt. Nach wie vor ist der Inlandsmarkt mit 44,6 % (Vj. 43,4 %) der stärkste Markt. Das absolute höchste Wachstum wurde im Inland mit 20,2 MEUR erzielt. Damit wurde eine Steigerung von 19,5 % erzielt. Die Steigerung auf dem amerikanischen Markt fiel mit 101,0 % noch besser aus. Hier wurde der Umsatz um absolut 11,8 MEUR gesteigert. Ein eher moderates Wachstum wurde mit 9,2 % auf dem europäischen Markt (ohne Inland) erzielt. Die Umsätze erhöhten sich über alle Bereiche hinweg. Im Bereich Industrial Automation, dem größten Marktsegment von Dunkermotoren, erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit rund 17,3 MEUR absolut am stärksten. Die Veränderung betrug hier rund 19 %. Außer im Bereich der Distributoren (kein nennenswertes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr) konnte eine Umsatzsteigerung von mindestens 23,6 % erzielt werden. Ergebnis Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Bestandserhöhung + andere aktivierte Eigenleistungen) belief sich im Berichtsjahr auf 278,3 MEUR (Vj. 237,7 MEUR). Der Materialaufwand betrug 128,5 MEUR (Vj. 106,1 MEUR), was einer Materialaufwandsquote von 46,2 % (Vj. 44,7 %) entspricht. Die im Zuge der Corona-Pandemie gestörten Lieferketten verursachten vor allem für die Beschaffung von Elektroniken hohe Sonderbeschaffungskosten von 2,4 MEUR. Der Personalaufwand belief sich auf 61,7 MEUR (Vj. 56,9 MEUR), was einer Personalaufwandsquote von rund 22,1 % (Vj. 23,9%) entspricht. Die Verminderung der Personalaufwandsquote ist hauptsächlich auf den überproportional höher gestiegenen Umsatz zurückzuführen. Die Abschreibungen beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1,8 MEUR (Vj. 1,8 MEUR) und auf Sachanlagevermögen in Höhe von 4,8 MEUR (Vj. 5,1 MEUR). Davon entfallen 1,5 MEUR (Vj. 1,5 MEUR) auf immaterielle Vermögensgegenstände, welche im Rahmen einer Verschmelzung im Jahr 2010 aufgedeckt wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 34,7 MEUR (Vj. 28,5 MEUR). Im Wesentlichen ergaben sich umsatzbedingt Mehraufwendungen bei den Lizenzkosten und Ausgangsfrachten in Höhe von 3,2 MEUR. Die Kosten für Ausgangsfrachten-/Verpackungen verteuerten sich nicht nur umsatzbedingt, sondern auch aufgrund des deutlich höheren Preisniveaus um 0,6 MEUR. Hier machte sich der Engpass im Transportsektor stark bemerkbar. Für Verlagerungskosten einer Produktionslinie ergaben sich 0,2 MEUR Aufwendungen. Die Kosten für Produktwerbung und Messen erhöhten sich um 0,4 MEUR. Für Dienstleistungen innerhalb des Konzerns ergaben sich 0,8 MEUR höhere Aufwendungen. Im Geschäftsjahr ergaben sich wie auch im Vorjahr keine wesentlichen Fremdwährungseffekte. Die deutliche Umsatzsteigerung führte zu einer Erhöhung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern um rund 18% auf 48,8 MEUR (Vj. 41,1 MEUR). Die im Vorjahr erwartete Ergebnisverbesserung um etwa 31 % wurde damit verfehlt. III. Finanzlage Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr ein positiver Cashflow i.e.S. (Jahresüberschuss + Abschreibungen + Zunahme der Rückstellungen + Verlust aus Anlageabgängen - sonstige zahlungsunwirksame Erträge) von 60,8 MEUR erzielt. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich ein negativer Cashflow in Höhe von -8,3 MEUR. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt -0,2 MEUR. Zum Stichtag beläuft sich der Finanzmittelfonds auf 21,1 MEUR. Der Finanzmittelfonds besteht ausschließlich aus liquiden Mitteln. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über eine solide finanzielle Ausstattung. Zum Geschäftsjahresende lag die Eigenkapitalquote bei 48,9 % (Vorjahr 56,9 %). Bezüglich der finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang. IV. Vermögenslage Die Gesamtinvestitionen aus der operativen Tätigkeit beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 13,9 MEUR (Vj. 4,6 MEUR) und entfielen insbesondere auf Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Anteile an verbunden Unternehmen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen erfolgen linear. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtszeitraum nicht vorgenommen. Der Restbuchwert immaterieller Vermögensgegenstände aus aufgedeckten stillen Reserven im Rahmen einer Verschmelzung aus dem Jahr 2010 beträgt 1,5 MEUR (Vj. 3,6 MEUR). Die Erhöhung der Bilanzsumme auf 210,6 MEUR (Vj. 180,7 MEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem deutlich höheren Geschäftsvolumen und den damit einhergehenden höheren kurzfristigen Forderungen und Vorräten bzw. Verbindlichkeiten und der Kapitalerhöhung bei unserer Tochtergesellschaft in Serbien. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten insbesondere ein kurzfristiges an die AMETEK Material Analysis Holdings GmbH ausgereichtes Darlehen in Höhe von 66,6 MEUR (Vj. 66,6 MEUR), welches jährlich verzinst wird. Das Darlehen ist durch eine Garantieerklärung der AMETEK Inc., Berwyn, USA, besichert. Der im 2021 neu gegründeten Tochtergesellschaft EGS Automation GmbH wurde im Jahr 2021 ein Darlehen in Höhe von 10,0 MEUR gewährt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind im Wesentlichen aufgrund der Veränderung des Zinssatzes auf 27,6 MEUR (Vj. 25,4 MEUR) angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten insbesondere ein langfristiges Darlehen gegenüber der Direl GmbH in Höhe von 13,9 MEUR (Vj. 13,9 MEUR). Zudem bestehen ergebnisabführungsbedingte Verbindlichkeiten, für die eine teilweise Vorabausschüttung bereits durchgeführt wurde, in Höhe von 32,7 MEUR (Vj. 7,8 MEUR). Gegenüber der Ametek Inc. in Berwyn besteht zum Jahresende noch eine kurzfristige Verbindlichkeit für Lizenzen in Höhe 4,0 MEUR (Vj. 3,7 MEUR). Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere Rückstellungen für Gewährleistungen, sonstige personalbezogene Rückstellungen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus personalbezogenen Rückstellungen. Die Wechselkurseinflüsse waren im Geschäftsjahr von unwesentlicher Bedeutung. V. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter hat sich von 788 im Vorjahr auf 856 erhöht. Dagegen erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der Jahresendbetrachtung von 793 im Vorjahr auf 831 im Berichtsjahr. Die Anzahl der Plätze für Auszubildende, Studenten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und Trainee-Studenten der Hochschulen Furtwangen und Konstanz blieb zum Jahresende bei 54 nahezu konstant (Vorjahr 51). In der strukturschwachen Region des Hochschwarzwalds ist die Dunkermotoren GmbH einer der größten Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe. Im Jahre 2009 wurde zwischen der Dunkermotoren GmbH und deren Nachbarfirma, der Hectronic GmbH die „HeDu“-Ausbildungskooperation vereinbart. Diese wurde in den letzten Jahren von beiden Unternehmen stark vorangetrieben und ist mit den „HeDu“-Ausbildungstagen auch für den Standort Bonndorf im Schwarzwald zu einem wichtigen Bestandteil geworden. Unter Corona Bedingungen wurde das Format auf einen virtuellen Messestand umgestellt. Die „HeDu“-Ausbildungskooperation ermöglicht Auszubildenden und Studenten ihre Ausbildung in zwei Unternehmen zu absolvieren. Jedes Unternehmen bildet in seiner Kernkompetenz - Hectronic - Elektronik, Dunkermotoren - Mechanik, die Auszubildenden und Studenten optimal aus, was die Attraktivität der Ausbildung enorm steigert. Durch die Übernahme der EGS Automatisierungstechnik ergeben sich für die Auszubildenden weitere Kompetenzfelder im Bereich Automatisierung und Robotik. Die „HeDu“-Ausbildungskooperation wurde auf Bundesebene schon mit einem Preis ausgezeichnet. Wie schon im Vorjahr suchte man unter Corona Bedingungen mit virtuellen Messeständen den Kontakt zu interessierten Auszubildenden und Studenten. Die Dunkermotoren GmbH möchte sich auch künftig als attraktiver Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb präsentieren. Angesichts des demographischen Wandels stellt der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte weiterhin eine der großen Herausforderungen dar. Zum Ausbau der fachlichen, methodischen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen wurden wiederum viele Veranstaltungen digitale durchgeführt. Ein wichtiger Baustein war hierbei auch die im Jahr 2019 eingeführte DunkerAkademie. Verstärkt wurde für die Qualifikation der Mitarbeiter die LinkedIn Learning Plattform genutzt. VI. Erklärung zur Unternehmensführung Es wurde im Jahr 2022 eine Zielgröße für die Frauenquote von 30 % für die erste und 20 % für die zweite Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung sowie 30 % für den Aufsichtsrat festgelegt. Die Zielgrößen sollen in den nächsten zehn Jahren erreicht werden. Da die Gesellschaft bislang nur einen Geschäftsführer hatte, lag die festgelegte Zielgröße der Frauenquote in der Geschäftsführerebene bei 0 %. Seit der Berufung von Frau Speranza (siehe Anhang) liegt die Frauenquote in der Geschäftsführung bei 50 %. VII. Forschung und Entwicklung Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wurden von 9 MEUR im Vorjahr auf 10,2 MEUR erhöht. Wie bereits in den Vorjahren wurde auch im Jahr 2022 der langfristige Plan der MCP (Motor Control Platform) hardware- als auch softwareseitig vorangetrieben. Mehrere Software-Funktionalitäten und das Ethernet/IP Kommunikationsmodul wurden fertiggestellt. Mehrere Baureihen erhielten die TÜV-zertifiziert „Safe Torque Off“ Funktionalität. Mit dem BG 45 dPro wurde ein weiteres Produkt basierend auf der MCP am Markt vorgestellt. Im Bereich IIot wurde die Entwicklung wie auch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen zur Etablierung von Standards weiter vorangetrieben (Marke Nexofox). Im Bereich der Getriebe wurden die Entwicklung neuer Planeten- und Nabengetriebe gestartet. Darüber hinaus wurden zahlreiche kundenspezifische Produktentwicklungen umgesetzt. VIII. Risikobericht Durch die Einbindung in den in den USA börsennotierten AMETEK Konzern und der hieraus folgenden Verpflichtung zur Implementierung eines adäquaten und wirksamen internen Kontrollumfelds entsprechend den Vorgaben der Section 404 des Sarbanes- Oxley-Act ergeben sich noch strengere Anforderungen zur Regelkonformität im Bereich der Durchführung und Dokumentation von Geschäftsvorgängen. Quartalsweise erfolgt eine Berichterstattung über das bestehende interne Kontrollsystem. Hierdurch lassen sich bestehende Prozessrisiken deutlich minimieren. Zur Umsetzung der Unternehmenspolitik unterhält die Dunkermotoren GmbH ein Managementsystem, das unter anderem die Forderungen der DIN EN ISO 9001 bzw. 14001 erfüllt. Im Jahr 2016 wurde das Managementsystem erfolgreich durch ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) erweitert. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird regelmäßig durch die Geschäftsleitung bewertet und durch externe Stellen zertifiziert. Durch hoch automatisierte Fertigungsstrecken und vollautomatische Qualitätskontrollen wird ein konstant hohes Qualitätsniveau sichergestellt, unabhängig von Losgrößen. Wir arbeiten mit klar definierten Prozessen entlang der Wertschöpfungskette. Wir verpflichten uns zur kontinuierlichen Verbesserung aller Prozesse und zur Beachtung der einschlägigen Gesetze und Vorschriften. Die Finanzrisiken beinhalten im Wesentlichen mögliche Preisänderungen, Forderungsausfälle und Währungseffekte. Die Entwicklung in der gesamten Wertschöpfungskette hängt weiterhin mittel- bzw. unmittelbar mit globalen Unsicherheiten zusammen. Der sich verschärfende Handelskrieg zwischen USA und China, der Ausbruch des Ukraine Kriegs und damit verbunden die unsichere und stark verteuerte Versorgung mit Öl, Gas und Elektrizität wirken sehr stark auf die Märkte. Die letzten Auswirkungen der Lockdowns aufgrund des Corona Virus haben bis über die Jahresmitte die Lieferketten beeinträchtigt. Preise für Commodities zeigen eine klare Tendenz zu dauerhaft höheren Preisen. Die, u.a. aufgrund der hohen Energiepreise, sprunghaft angestiegene Inflation hat sämtliche Unternehmen in der Wertschöpfungskette vor große Herausforderungen gestellt. Der Mangel an Fachkräften führt verstärkt zu Produktionsausfällen in den Zulieferbetrieben, was die Lieferzuverlässigkeit negativ beeinträchtigt. Fehlende LKW-Fahrer im Transportsektor haben ebenfalls zu Verzögerungen bei Abholung und Zustellung von Lieferungen geführt. Permanent steigende Preise sowie sich teilweise entspannende Lieferketten haben Ende der zweiten Jahreshälfte zu einem Abbau von Vormaterialbeständen und somit Anpassungen bei den Bedarfen geführt. Die Verfügbarkeit von Vorprodukten hat sich in der zweiten Jahreshälfte teilweise entspannt. Der Bereich der elektronischen Komponenten bleibt weiterhin sehr kritisch. Die Entspannung auf dem Bereich der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ist bei Industriekomponenten nicht in gleichem Masse zu spüren. Der andauernde Mangel an spezifischen elektronischen Komponenten beeinflusst die Wirtschaft stark und macht eine vorrausschauende Planung schwer. Ein permanentes, sehr enges und flexibles Management der Lieferketten und der Fokus auf permanente Abarbeitung des Auftragsbestands sind erforderlich. Durch sehr enge Abstimmung mit den Lieferanten, permanenter Überwachung der Zulieferungen, gezielter Zukäufe von elektronischen Bauteilen und der Bevorratung von kritischen Komponenten, werden die Auswirkungen auf die Produktion minimiert. Den Herausforderungen begegnen wir durch enge Marktbeobachtung, vorausschauende, weitreichende Vertragsabschlüsse und andererseits durch verschiedene Einkaufsprojekte wie Substitution, Beschaffung in Low-Cost-Regionen oder Bündelung von Bedarfen auch auf Konzernebene. Des Weiteren pflegen und bauen wir ein breites und globales Lieferantennetzwerk aus und forcieren den Aufbau von Second-Source Lieferanten in der Nähe der jeweiligen Produktionswerke, um die marktseitigen Schwankungen zu kompensieren und besser auf geopolitische Einflüsse reagieren zu können. Offene und proaktive Kooperation mit unseren Lieferanten, sowie flexible und schnelle Reaktion auf Veränderungen sehen wir nach wie vor als probates Mittel, um den Herausforderungen des Marktes entgegenzutreten. Dem Ausfallrisiko im Bereich Debitoren wird durch regelmäßige Bonitätsprüfungen vor Auftragsannahme sowie Vereinbarung von Vorauszahlungen entgegengewirkt. Im ERP-System ist die Kreditlimit-Überwachung etabliert. Übersteigt die Summe aus Forderungsbestand und Auftragsbestand das genehmigte Kreditlimit, ist die Freigabe durch den Kreditmanager bzw. durch den Leiter Finanzen erforderlich. Für etwaige Forderungsausfälle besteht zudem eine Kreditversicherung. Währungsrisiken aus Transaktionen in Fremdwährung werden durch Abschluss gegenläufiger Geschäftsvorfälle sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Vertriebsseite in Fremdwährung reduziert. Zur Überwachung der Liquidität ist ein Planungs- und Reporting-Tool etabliert, um eine ausreichende Menge an Liquidität im Unternehmen zu haben. Durch ein enges Monitoring können wir entstehende Risiken schnell offenlegen und diesen wirksam begegnen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind nicht erkennbar. Die erkennbaren Risiken wurden bei der Erstellung der Bilanz entsprechend berücksichtigt. IX. Prognose und Chancen der künftigen Entwicklung Erwartete Entwicklung Der Internationale Währungsfond (IWF) sieht die Zukunft der Weltwirtschaft schlechter als noch zu Beginn des Jahres. Angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und drei Jahren Corona-Pandemie seien die Aussichten erneut ungewiss, so der IWF. In Deutschland dürfte die Wirtschaft demnach in diesem Jahr sogar leicht schrumpfen (-0,1 Prozent ggü. dem Vorjahr). Gegenüber der Prognose vom Januar 2023 ist das Minus von 0,2 Prozentpunkten, wie die Statista-Infografik zeigt. In seiner Prognose senkte der IWF zudem seine Vorhersage weltweit: Das globale Wachstum werde sich im Vergleich zu 2022 (3,4 Prozent) in diesem Jahr auf 2,8 Prozent verlangsamen. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belaste die Wirtschaft weltweit. Die Invasion habe die Inflationsraten rund um den Globus nach oben getrieben, was deutliche Zinserhöhungen und weniger Wachstum in vielen Ländern nach sich gezogen hätte. (Quelle: Statista Online vom 12.04.2023) Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im März auf 93,3 gestiegen, nach 91,1 Punkten im Februar. Treiber der Aufwärtsentwicklung waren vor allem die Erwartungen der Unternehmen. Aber auch die laufenden Geschäfte beurteilten die Firmen etwas besser. Trotz der Turbulenzen bei einigen internationalen Banken stabilisiert sich die deutsche Konjunktur. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index deutlich gestiegen. Die Unternehmen waren merklich zufriedener mit der aktuellen Geschäftslage. Zudem ist der Pessimismus bei den Erwartungen nahezu verschwunden. Insbesondere in Schlüsselbranchen wie Autoindustrie, Chemie, Elektroindustrie und Maschinenbau verbesserte sich die Stimmung deutlich. Quelle: ifo Geschäftsklimaindex März 2023 Unabhängig von der derzeitigen Krise glauben wir, dass wir mit unseren Produkten langfristig am Markt gut positioniert sind. Der weltweite Markt der Automatisierungstechnik wird langfristig von den Makrotrends der Weltwirtschaft beeinflusst. Die technologischen Fortschritte, wie beispielsweise stärker integrierte Automatisierungslösungen, können sich auch in Zukunft positiv auswirken. Auch der Gesundheitsmarkt mit seinen hochtechnologischen Anwendungen und steigenden Lebenserwartungen wird ein wichtiger Wirtschaftsfaktor bleiben. Die verstärkte Urbanisierung als auch die Globalisierung erfordern Massenverkehrsmittel. Die Verbindung von Netzwerken mit Maschinen oder mit Technologien des Alltags identifiziert die Automatisierungstechnik als Wachstumsmarkt. Der digitale Wandel hat sich deutlich beschleunigt und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Arbeitsalltag aufgezeigt. Es hat unsere Strategieentwicklung mit der Fokussierung auf IIoT bestärkt und intensiviert. Im Bereich IIoT wurde mit Nexofox eine eigene IoT-Marke am Markt platziert. Hierbei können wir unseren Kunden zukünftig ein ganzheitliches Lösungsangebot rund um den Einsatz und die Vernetzung seiner smarten Motoren und der Roboter- und Automationsanlagen des Tochterunternehmens EGS Automation GmbH bieten. Dies beinhaltet die Realisierung der Steuerungslogik mit MotionCode für Antriebe bis zu Condition Monitoring & Predictive Maintenance mittels Cloud Services für Antriebe, Roboter und komplette Anlagen. Die Entwicklung neuer Produkte wird auch im Jahr 2023 weiter intensiv verfolgt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens geleistet. Der Auftragseingang im ersten Quartal lässt uns vorsichtig optimistisch nach vorne blicken. Die Unsicherheiten werden aber bleiben. Der Auftragsbestand hat sich im ersten Quartal sehr positiv entwickelt. Die größte Herausforderung wird das Management der Inflation & Preise sowohl an der Kunden- als auch an der Lieferantenseite sein. Für das Geschäftsjahr 2023 gehen wir von einem Umsatzwachstum auf ca. 314 MEUR aus, was einem Wachstum von etwa 13 % entspricht. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwarten wir eine Steigerung in Höhe von 26 %. Beim Auftragseingang erwarten wir eine Größenordnung, die leicht über der Umsatzerwartung liegt.
Bonndorf, 11. Mai 2023 Dunkermotoren GmbH, Bonndorf im Schwarzwald gez. Uwe Lorenz gez. Emanuela Speranza Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 wurde am 16. Mai 2023 festgestellt. |
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