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Steinel Vertrieb GmbH

Herzebrock-Clarholz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020

Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

1. Aufgabenstellung der Gesellschaft im Steinel Konzern

Die Steinel-Gruppe ist als mittelständisch geprägtes, vollstufiges Industrieunternehmen der Elektrotechnik weltweit in den Bereichen Sensorik / automatisches Licht und Thermo-Tools engagiert und gehört seit dem 30. November 2019 zur Adcuram Industriegruppe.

Die Gesellschaft hat ihr Geschäftsjahr (bisher abweichende Wirtschaftsjahr vom 01.Juli bis zum 30. Juni) auf das Kalenderjahr umgestellt. Im vorliegenden Lagebericht wird daher über die Geschäftsentwicklung des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 berichtet. Als Vergleichsperiode dient das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020. Die Vergleichbarkeit zwischen den Zeiträumen ist insofern eingeschränkt.

Die Gesellschaft Steinel Vertrieb GmbH selbst fungiert als Distributor der Fertigprodukte der Produzenten der Steinel-Gruppe. Sie beliefert sämtliche weltweit bedeutenden Wirtschaftsregionen über ein Netz von ca. 80 selbstständig agierenden Handelspartnern, die als Eigenhändler für die Distribution der Steinel-Produkte und Handelswaren in ihrer jeweiligen Vertriebsregion erfolgreich tätig sind. In sechs Regionen sind dies Vertriebsgesellschaften, die zum Steinel Konzern gehören. Bei den Produkten wird nach Produkten für den privaten Konsum und nach Produkten für den Fachhandel / Profi-Bereich unterschieden.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a. Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist in der zweiten Jahreshälfte 2020 geprägt vom erheblich gestiegenen Infektionsgeschehen und den in diesem Zusammenhang ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Für das vierte Quartal 2020 dürfte das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahresquartal in etwa stagnieren. Während die Aktivität in den kontaktintensiven Dienstleistungen und im Einzelhandel starke Einbußen zu verzeichnen hat, setzt sich die Erholung der nicht unmittelbar durch die Maßnahmen betroffenen Bereiche der Wirtschaft weiter fort. Zudem legte der Bau kräftig zu.

Für das Gesamtjahr 2020 hinterlässt die Covid-19-Pandemie jedoch tiefe Spuren in der deutschen Wirtschaftsleistung: Den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes zugrundeliegend ist von einem Rückgang des realen BIP gegenüber dem Vorjahr von 5,0 % (kalenderbereinigt 5,3 %) auszugehen. Neben der Industrie mussten insbesondere die kontaktintensiven Dienstleistungen wie das Gastgewerbe und der stationäre Handel im Jahr 2020 erhebliche Einbußen hinnehmen. Der Onlinehandel und der Bau hingegen konnten ihre Wertschöpfung im Vergleich zum Jahr 2019 steigern. Am Arbeitsmarkt ist auch nach dem Erlass der strikteren Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung bemerkenswerterweise kein Einbruch zu erkennen. Nachdem die Kurzarbeit im Jahresverlauf bis Oktober rückläufig war, stieg sie zum Jahresende leicht an. Die Anträge entsprechen jedoch nur einem Bruchteil der Anzeigen aus dem Frühjahr 2020. Die Frühindikatoren der Beschäftigung entwickelten sich zum Jahresende uneinheitlich und spiegeln dadurch die hohe Unsicherheit wider. 1

Die europäische Wirtschaft ist ebenfalls stark von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen und muss einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung verkraften. Für den Euroraum ist von einem Minus von 7,2 % im Vergleich zum Jahr 2019 auszugehen.

Die erheblichen Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens zur Bekämpfung der Pandemie im vierten Quartal 2020 dürften für einige Staaten im Süden des Euroraums (Frankreich, Italien, Spanien) größere wirtschaftliche Auswirkungen haben als für die deutsche Wirtschaft. Es ist davon auszugehen, dass die Wirtschaftsleistung in diesen Staaten um ca. 3-4% ggü. dem dritten Quartal gesunken ist.

Die EU und das Vereinigte Königreich konnten durch ein Freihandelsabkommen zur Regelung ihrer künftigen Beziehungen (ab dem 01.01.2021) das „No Deal“-Szenario und die damit verbundenen massiven Folgen für beide Wirtschaftsräume abwenden.

Außerhalb Europas ist für den Steinel-Konzern darüber hinaus die USA relevant. Zum Jahresende 2020 befindet sich die US-Wirtschaft - trotz weiterhin hoher Infektionszahlen - auf Erholungskurs. Nach einem massiven Einbruch der Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal (annualisiert: 31,4%) trat im dritten Quartal 2020 eine kräftige Erholung der Wirtschaft ein (annualisiert: 33,1%). Für das vierte Quartal ist von einer annualisierten BIP-Zugangsrate von etwa 5% auszugehen.

Da die demokratische Partei sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat die Mehrheit besitzt, werden weitere staatliche Konjunkturhilfen zur Stützung der Wirtschaft in Aussicht gestellt. 2

b. Einfluss der Entwicklung auf den Geschäftsverlauf

Der Umsatz des Berichtszeitraums ist lediglich im Dezember 2020 negativ durch die Covid-19-Pandemie und den in diesem Zusammenhang ergriffenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung beeinflusst. Insgesamt liegt der Umsatz über dem des vergleichbaren Zeitraums des Vorjahres.

Der Umsatz und Ertrag der Gesellschaft haben sich in diesem Umfeld im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 entwickelte sich der Umsatz vor Erlösschmälerungen im Inland mit 44,6 Mio. € wiederholt positiv und weist einen Anteil am Gesamtumsatz von 65,5 % auf (GJ 19/20: 63,2 %). Währenddessen ging der Umsatzanteil vor Erlösschmälerungen im Ausland zurück (von 36,8 % auf 34,5 %) und beträgt 23,4 Mio. €.

Der Umsatzanteil im Bereich „Sensorik / automatisches Licht“ blieb nahezu unverändert und nimmt mit 75,1 % einen bedeutenden Anteil des Gesamtumsatzes ein (im GJ 19/20: 74,9 %). Der Inlandsanteil in diesem Produktbereich ist von 60,5 % auf 63,5 % angestiegen.

Im Konsumerbereich befinden sich die deutschen Baumärkte weiterhin in einer extremen Wettbewerbssituation mit dem Onlinehandel. Diese Situation wurde durch die Covid-19-Pandemie und dessen Einschränkungen zur Pandemiebekämpfung nochmals verschärft.

Während der Onlinehandel seinen Anteil am Gesamtumsatz erheblich steigern konnte, sank der Umsatzanteil des Vertriebsbereiches DIY. Der gesamte stationäre Handel hat teils erhebliche Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Insgesamt hat die Baumarktbranche auf diesen Strukturwandel bis heute keine passenden Antworten gefunden.

Der hauseigene Online-Shop konnte seinen Anteil am Gesamtumsatz im Inland erfreulicherweise steigern. Währenddessen verringerte sich der Umsatzanteil des Profibereichs. Der OEM-Bereich blieb konstant zum Vorjahr.

Im Bereich „Thermo-Tools“ bliebt der Umsatz im Inland und Ausland gemessen am Gesamtumsatz nahezu identisch (24,9 %; zuvor: 25,1 %). Auch der Umsatzanteil mit Werkzeugen (Handelsware) blieb mit 4,7 % konstant auf Vorjahresniveau. Der Auslandsanteil ging hingegen leicht zurück.

Die relative Ertragsmarge der einzelnen Bereiche unterliegt in der Regel nur geringen Schwankungen, weil wir Kostensteigerungen durch jährliche Preisvereinbarungen mit unseren Kunden auszugleichen versuchen.

3. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich per 31.12.2020 um € 2,8 Mio. auf € 28,3 Mio. erhöht. Auf der Aktivseite nahmen die Vorräte insgesamt um € 2,4 Mio. ab. Innerhalb des Vorratsbestandes kam es zu einer Ausweisänderung zwischen den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und den fertigen Erzeugnissen und Waren; es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen. Unter Berücksichtigung dieser Ausweisänderung ist insbesondere für die fertigen Erzeugnisse ein deutlicher Bestandsabbau zu verzeichnen, der auf das positive Rumpfgeschäftsjahr einerseits und erfolgten Bereinigungen andererseits zurückzuführen ist.

Darüber hinaus erhöhten sich die geleisteten Anzahlungen um € 0,3 Mio. Das Anlagevermögen hingegen blieb nahezu unverändert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Vergleich zum 30.06.2020 um € 5,8 Mio. auf € 18,2 Mio. deutlich an. Hierbei ist ein Zuwachs der Forderungen an verbundene Unternehmen um € 2,6 Mio. und eine Steigerung der sonstigen Vermögensgegenstände um € 3,1 Mio. zu verzeichnen. Letztere resultiert aus der positiven Entwicklung das Factoring-Guthabens; dieses Guthaben kann jeder Zeit abgerufen und in Liquidität umgewandelt werden, ohne dass die Verschuldung der Gesellschaft ansteigt. Des Weiteren erhöhten sich die Forderungen gegenüber Dritten um € 0,1 Mio. im Vergleich zur vorherigen Berichtsperiode. Die liquiden Mittel nahmen um € 0,6 Mio. ab. Hier ist eine Ausweisänderungen gegenüber dem Abschluss zum 30.06.2020 zu verzeichnen; es wird auf die Ausführungen im Anhang verwiesen.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages gleich. Die Eigenkapitalquote ging von 26,7 % auf 24,1 % zurück.

Die Rückstellungen erhöhten sich um € 2,3 Mio. und die Verbindlichkeiten um € 0,5 Mio. Die höheren Rückstellungen basieren zum einen aus Effekten, die aus der Umstellung des Geschäftsjahres resultieren (Rückstellungen im Vertriebsbereich werden primär auf Basis des Kalenderjahres gerechnet) und zum anderen aus einer höheren Risikovorsorge für Gewährleistungen. Zudem sanken Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 2,1 Mio., während die sonstigen Verbindlichkeiten um € 0,2 Mio. anstiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen hingegen stiegen um € 2,4 Mio. an. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft in Höhe von € 0,8 Mio. zurückzuführen.

Unterjährige Liquiditätsüberschüsse wurden bei der Steinel GmbH angelegt und Liquiditätsbedarfe dort finanziert. Darüber hinaus wird als Finanzierungsinstrument auf das echte Factoring in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung zurückgegriffen. Dieses wird als variable Finanzierung genutzt. Es findet keine automatische Auszahlung des Forderungskaufpreises statt.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Geschäftsjahr € 0,0 Mio. (GJ 19/20: € 0,1 Mio.). Die Steinel Vertrieb ist an das Cash-Pooling des Mutterunternehmens angeschlossen. Die Gesellschaft war im Berichtsjahr jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3.2. Ertragslage

Im Rumpfgeschäftsjahr 2020 (01.07.2020 bis 31.12.2020) konnte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von € 60,7 Mio. erzielen. Darüber hinaus erfolgte ein Bestandsabbau i. H. v. € 3,1 Mio. (Vorjahr Bestandsaufbau € 0,1 Mio.). Die Gesellschaft konnte somit eine Gesamtleistung von € 57,6 Mio. zzgl. sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. € 1,3 Mio. erwirtschaften.

Das Rohergebnis für diesen Betrachtungszeitraum beträgt € 14,3 Mio. Die Rohergebnismarge konnte im Vergleich zum GJ 19/20 zulegen (24,8 %; zuvor 22,9 %). Als Begründung hierfür ist zum einen eine durchgeführte Erhöhung der Verkaufspreise zu nennen. Zum anderen konnte erfreulicherweise der Umsatzanteil im Inland, welcher im Vergleich zum Ausland eine deutlich höhere Rohergebnismarge aufweist, gesteigert werden. Ferner muss beachtet werden, dass es sich bei den Herbst- und Wintermonaten des Rumpfgeschäftsjahres 2020 um vergleichsweise ertrags- und umsatzstarke Monate handelt.

Der Personalaufwand beträgt hierbei € 5,1 Mio. (Vorjahr: € 11,1 Mio.). Hieraus ergibt sich eine Personaleinsatzquote von 8,9 % (Vorjahr: 10,1 %). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf Produktivitätssteigerungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen schlugen mit € 9,6 Mio. zu Buche, während im Vorjahreszeitraum € 15,6 Mio. ausgewiesen wurden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen die Betriebskosten (€ 0,9 Mio.; Vorjahr € 1,4 Mio.), die Verwaltungskosten (€ 3,2 Mio.; Vorjahr € 6,2 Mio.), die Vertriebskosten (€ 3,4 Mio.; Vorjahr € 7,5 Mio.) und die übrigen Aufwendungen (€ 2,1 Mio.; Vorjahr € 0,4 Mio.).

Für den Betrachtungszeitraum konnte ein Ergebnis nach Steuern i. H. v. € 0,8 Mio. erwirtschaftet werden.

Die Ergebnissituation wird trotz der COVID-19-Pandemie als zufriedenstellend erachtet.

Die Gesamtlage der Gesellschaft ist ebenfalls zufriedenstellend. Der Plan wurde erreicht.

Aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit erachtet die Gesellschaft die Umsatzziffer als wesentlichen finanziellen Leistungsindikator.

4. Zukünftige Risiken

Nach unserer Auffassung und Abwägung, interner wie externer Kenntnisse und Erwartungen für die Steinel Vertrieb GmbH, sind bestandsgefährdende Risiken nicht zu erkennen.

Mit Ausnahme der in den folgenden Abschnitten erläuterten Veränderungen von Risikopositionen, haben sich die geschäftsübergreifenden Risiken der Gesellschaft gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/2020 nicht verändert.

Bei den Forderungen wird das Instrument „Factoring“ eingesetzt. Parallel ist der Forderungsbestand warenkreditversichert, so dass das Forderungsausfallrisiko stark begrenzt ist. Die Bestände werden monatlich exakt analysiert und im Bedarfsfall Maßnahmen festgelegt.

Ein für die Berichtsgesellschaft typisches Geschäftsrisiko kann sich aus stärkeren Preis- und Mengenschwankungen auf den Absatzmärkten ergeben. Dem generellen Risiko begegnen wir mit einem diversifizierten Portfolio von Produkten, Segmenten und Absatzmärkten. Da sich konjunkturelle Effekte in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich auswirken, erzielen wir eine gewisse Balance unseres Risikoportfolios.

Währungs- und Zinsänderungsrisiken bei der Steinel Vertrieb GmbH werden durch Sicherungsgeschäfte auf die Muttergesellschaft verlagert.

Zur Vorbeugung rechtlicher Risiken wird im Bedarfsfall mit spezialisierten externen Anwälten zusammengearbeitet. Haftungsrisiken und Risiken aus eventuellen Schadenfällen werden durch Versicherungen reduziert.

Auf der Vertriebsseite haben wir eine ausgewogene Absatzkanal- und Kundenstruktur.

Zur Abwicklung unserer Geschäftsprozesse werden IT gestützte Systeme eingesetzt. Hier besteht ein Ausfallrisiko. Minimiert wurde dies durch Datensicherungs- und Hosting-Konzepte. Um das Ausfallrisiko weiter zu minimieren, wurden technische/räumliche Trennungen vorgenommen.

Als Folge der Covid-19-Pandemie besteht weiterhin ein erhebliches Risiko für die langfristige gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Auch wenn zu erwarten ist, dass sich die Erholung der Wirtschaft in vielen Ländern - auch aufgrund des medizinischen Fortschritts und den massiven Stützungsmaßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik - weiter fortsetzt, dürften die Auswirkungen der Rezession in einigen Bereichen der Wirtschaft noch lange nachwirken. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen die Marktentwicklung - insbesondere im stationären Handel - weiterhin prägen wird. Darüber hinaus sehen wir aktuell keine wesentlichen neuen oder erhöhten Risiken, beispielsweise in Bezug auf die Unterbrechung von Lieferketten oder Ausfallrisiken von Forderungen.

Durch das von der EU und dem Vereinigte Königreich unterzeichnete Freihandelsabkommen zur Regelung ihrer künftigen Beziehungen wurde ein „No Deal-Brexit“ und die damit verbundenen massiven Folgen für beide Wirtschaftsräume abgewendet. Aufgrund ihrer Zuständigkeit und ihrer Aufgabe können Risiken seitens des EU-Verordnungsgebers resultieren. Es können Verordnungen erlassen werden, die Märkte und/oder Produkte einschränken. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch intensiven Austausch innerhalb von Verbänden und Organisationen sowie durch Erarbeitung von Begrenzungsstrategien.

Auch nach der Wahl Bidens zum 46. Präsident der USA sind protektionistischen Gedanken und Handelsbeschränkungen einzelner Staaten (insbesondere China, USA, EU, Russland) weiterhin vorhanden, die sich negativ auf die international agierende Steinel-Gruppe auswirken können. Bislang werden die verschiedenen Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe, insbesondere der Export, hiervon jedoch nicht negativ beeinflusst.

Die bekannten geopolitischen Krisenherde (Ukraine, Syrien, Iran und die Türkei) bestehen weiterhin und können jederzeit zur Belastung für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und damit auch für die Steinel Gruppe und die Steinel Vertrieb GmbH im Sinne einer Absatzminderung werden.

Wie schon in der Berichtsperiode praktiziert werden wir unsere Geschäftsverläufe in Verbindung mit der Entwicklung der politischen - und hier insbesondere den geopolitischen Krisen - und wirtschaftlichen Rahmendaten genauestens beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

5. Chancen und Zukunftsaussichten

Basierend auf unserem qualitativ hochwertigen und breiten Produktsortiment mit permanenten Neuheiten sehen wir in dem Bereich „Sensorik / automatisches Licht“ positiv in die Zukunft. Dies betrifft sowohl in den Konsumerbereich (Baumarkt und eCommerce) als auch das Profi-Geschäft (Großhandel und Projekte) und den Export. Insbesondere im Konsumerbereich haben wir jedoch mit intensiverem Wettbewerb zu kämpfen. Neue Herausforderungen bestehen durch die wachsende digital vernetzte Gebäudetechnik mit unterschiedlichen technologischen Vernetzungsansätzen. Diesen Herausforderungen haben wir uns gestellt und unsere Produkte für viele der wichtigsten Vernetzungstechnologien geöffnet. Durch die hohe Dynamik und die fehlende Standardisierung besteht hier aber auch das Risiko falscher Produktentscheidungen. Darüber hinaus haben wir im Bereich Sensorik neue Produktserien entwickelt, die nicht nur geeignet sind Beleuchtungsanlagen zu steuern, sondern auch die Heizung-, Luft- und Klimasteuerung unterstützen können. Mit speziellen Systemlösungen sind sie sogar geeignet, Raumdimensionierungen zu optimieren und Büroflächen effektiver auszulasten. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Produkten und System, die echte „Building Intelligence“, also auf die Nutzer und ihre Bedürfnisse reagierende Gebäude, ermöglichen. Für die Steinel-Gruppe öffnen sich hierdurch neue Kundengruppen, deren zielgerichtete Bearbeitung einen Umbau der Vertriebsorganisation erfordert. Dies bringt große Chancen mit neuen Herausforderungen mit sich, welche auch weiterhin kontinuierlich verfolgt werden.

Wachstumschancen bestehen nach wie vor in einigen Marktsegmenten im Inland, in diversen europäischen Exportländern und in den USA. Der Trend zum Energiesparen und zum intelligenten Gebäude besteht weiterhin ungebrochen. Wir sind daher zuversichtlich, dass wir produkt- und marktseitig unsere Marktstellung weiter ausbauen können.

Für das neue Geschäftsjahr 2021 gehen wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Umsatz im Kalenderjahr 2020: € 113,10 Mio.) von einem leicht höherem Umsatzniveau bei stabiler Ergebnissituation aus.

 

Herzebrock-Clarholz, den 10. März 2021

gez. Ingo Steinel

gez. Martin Frechen

gez. Thomas Möller

1) Die Angaben im Abschnitt „Allgemeine Wirtschaftsentwicklung“ zur deutschen Wirtschaft wurden auszugsweise dem Monatsbericht Januar 2021 der Deutsche Bundesbank, 73. Jahrgang, Nr. 1 S. 5 ff. entnommen.

2) Die Angaben im Abschnitt „Allgemeine Wirtschaftsentwicklung“ zur europäischen sowie amerikanischen Wirtschaft wurden dem Corporate Treasury Radar Januar 2021 der Landesbank Baden-Württemberg, S.27 ff. entnommen.

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

STEINEL VERTRIEB GMBH, HERZEBROCK-CLARHOLZ

AKTIVA

31.12.2020
EUR
30.6.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 1.567.721,32 1.618.007,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 8.752,00 11.255,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.751,00 11.254,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
II. Sachanlagen 373.201,00 420.984,00
1. Technische Anlagen und Maschinen 59.770,00 70.815,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.431,00 350.169,00
III. Finanzanlagen 1.185.768,32 1.185.768,32
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.185.767,32 1.185.767,32
2. Beteiligungen 1,00 1,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 26.592.657,49 23.730.046,21
I. Vorräte 8.344.020,95 10.769.523,39
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 477.559,37 1.780.886,03
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 363.070,63 241.998,55
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.114.736,43 8.687.335,17
4. Geleistete Anzahlungen 388.654,52 129.579,60
5. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 -70.275,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.245.396,02 12.407.086,04
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 994.248,64 873.216,30
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.115.126,63 3.521.480,13
- davon gegen Gesellschafter: EUR 5.209.276,82 (Vorjahr: EUR 2.922.667,04)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 1.420.582,04 (Vorjahr: EUR 598.813,09)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 11.136.020,75 8.012.389,61
III. Flüssige Mittel 3.240,52 553.436,78
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 109.672,97 94.874,03
28.270.051,78 25.442.927,56

PASSIVA

31.12.2020
EUR
30.6.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 6.800.554,44 6.800.554,44
I. Gezeichnetes Kapital 127.900,00 127.900,00
II. Kapitalrücklage 5.955.015,94 5.955.015,94
III. Gewinnvortrag 717.638,50 717.638,50
IV. Jahresergebnis 0,00 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 10.766.951,18 8.420.872,70
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.776.721,00 2.592.249,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 17.685,70
3. Sonstige Rückstellungen 7.990.230,18 5.810.938,00
C. VERBINDLICHKEITEN 10.702.546,16 10.221.500,42
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 469,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 743.703,99 2.806.588,13
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.750.615,71 6.345.039,94
- davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 1.377.389,10 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon aus Lieferungen und Leistungen: EUR 8.750.615,71 (Vorjahr: EUR 6.345.039,94)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.208.226,46 1.069.403,17
- davon aus Steuern: EUR 418.959,19 (Vorjahr: EUR 773.272,89)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.645,27 (Vorjahr: EUR 5.889,83)
28.270.051,78 25.442.927,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Umsatzerlöse 60.714.831,12 109.671.101,36
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -3.102.972,27 145.577,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.282.630,40 1.465.342,85
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 34.106,47 (Vorjahr: EUR 24.339,65)
4. Materialaufwand 43.306.227,55 84.705.360,18
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 42.472.161,56 82.907.295,41
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 834.065,99 1.798.064,77
5. Personalaufwand 5.113.171,71 11.093.447,33
a) Löhne und Gehälter 4.100.650,86 9.047.630,30
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.012.520,85 2.045.817,03
- davon für Altersversorgung: EUR 147.593,38 (Vorjahr: EUR 225.391,12)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 39.607,94 81.343,64
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.629.266,87 15.572.180,42
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 139.106,03 (Vorjahr: EUR 68.853,81)
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 300.000,00
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 300.000,00)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.291,25 40.282,55
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 11.235,25 (Vorjahr: EUR 21.851,55)
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 12.600,00)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 55.642,90 84.723,67
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 9.909,90 (Vorjahr: EUR 13.483,92)
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 45.028,00 (Vorjahr: EUR 70.144,00)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 8.866,05
12. Ergebnis nach Steuern 770.863,53 76.383,16
13. Sonstige Steuern 13.604,25 63.003,35
14. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags abgeführte Gewinne 757.259,28 13.379,81
15. Jahresergebnis 0,00 0,00

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020

Steinel Vetrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Firma der Gesellschaft lautet Steinel Vertrieb GmbH. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gütersloh unter HR B 6409 eingetragen.

Sitz der Gesellschaft ist Herzebrock-Clarholz. Die Geschäftsleitung befindet sich ebenfalls an diesem Ort.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) erstellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB) auf.

Die Gewinn und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Bislang lautete das Geschäftsjahr vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des Folgejahres. Die Gesellschaft hat am 4. Mai 2020 beschlossen, das Geschäftsjahr auf ein kalendergleiches Jahr umzustellen. Aus diesem Grund wurde ein Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 eingelegt. Der vorliegende Abschluss umfasst dieses Rumpfgeschäftsjahr. Die zeitraumbezogenen Vergleichszahlen des vorliegenden Abschlusses betreffen das vorherige Geschäftsjahr von 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020. Die Vergleichbarkeit ist insofern in diesem Abschluss nicht mehr vollumfänglich gegeben.

II. Angaben zu Bilanzierungs und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von3 Jahren), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs / Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, in Einzelfällen zu niedrigeren beizulegenden Werten, angesetzt.

Die Vorratsbestände werden grundsätzlich zu Anschaffungs bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkten Material und Fertigungskosten Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Kosten der allgemeinen Verwaltung, freiwillige soziale Aufwendungen, Aufwendungen für betriebliche Altersversorgung wurden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Fremdkapitalzinsen sind in den Herstellungskosten nicht enthalten.

Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder mangelnder Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte werden von diesen offen abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 4,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der Teilwertmethode bei einem Rechnungszinsfuß von 2,30 % gebildet. Änderungen des Abzinsungssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters, Invaliden und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Leistungen hängen in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab. Die betriebliche Altersversorgung erfolgt auf Basis von individuellen Leistungszusagen. Die Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen werden nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.

Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt. Bei allen Leistungssystemen sind versicherungsmathematische Berechnungen erforderlich. Sterbewahrscheinlichkeiten werden nach den aktuellen Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt.

Für die Abzinsung wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre von 2,30 % angesetzt (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre von 1,60 %). Aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 303.125,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Der Berechnung des Barwerts der nicht fondsgedeckten Versorgungsansprüche liegenfolgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:

31.12.2020
%
30.06.2020
%
Rechnungszinssatz 2,30 2,58
erwartete Rentendynamik (alle 3 Jahre) 3,00 3,00
erwartete Anwartschaftsdynamik 0,00 0,00
erwartete Fluktuationsrate bis Alter 35 Jahre: 2,00 2,00
erwartete Fluktuationsrate ab Alter 35 bis Alter 50 Jahre: 1,00 1,00
erwartete Fluktuationsrate ab Alter 50 Jahre: 0,00 0,00

Bei der Bemessung der Steuer und sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf Basis laufzeitkongruenter Marktzinsen abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger findet § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB keine Anwendung.

Bei Forderungen, Verbindlichkeiten und Devisenbeständen werden Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt.

Latente Steuern werden aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages bei der Muttergesellschaft ausgewiesen.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020 ist im Anlagenspiegel der Steinel Vertrieb GmbH als separate Anlage dargestellt.

2. Finanzanlagen

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit dem Anteilsbesitz in folgender Tabelle zusammengefasst dargestellt.

Lfd. Nr. Gehalten von Beteiligungsquote Landeswährung Nominalkapital Eigenkapital
Name % TLW1) 31.12.2020
TLW1)
30.06.2020
TLW1)
Anteile an verbundenen Unternehmen
2 Steinel Austria GmbH Wien / Österreich Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 36 373 351
3 Steinel America Inc. Bloomington / USA Steinel Vertrieb GmbH 100 USD 0 -1.944 -1.818
4 Steinel UK Ltd. Peterborough / England Steinel Vertrieb GmbH 100 GBP 270 -439 -477
5 Steinel Italia s.r.l. Mailand / Italien Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 10 44 41
6 Steinel France S.A.S. Avelin / Frankreich Steinel Vertrieb GmbH 100 EUR 300 319 315
7 Steinel Intelligent Technology System (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China Steinel Vertrieb GmbH 75 CNY 500 207 252
Lfd. Nr. Jahresergebnis
Name 2020 31.12.
TLW1)
2020 30.06
TLW1)
Anteile an verbundenen Unternehmen
2 Steinel Austria GmbH Wien / Österreich 22 45
3 Steinel America Inc. Bloomington / USA -125 87
4 Steinel UK Ltd. Peterborough / England 38 13
5 Steinel Italia s.r.l. Mailand / Italien 3 6
6 Steinel France S.A.S. Avelin / Frankreich 4 15
7 Steinel Intelligent Technology System (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China -45 -51

1) Tausend-Landeswährung

2) vor Ergebnisübernahme/-abführung

Bei der Steinel Austria GmbH, Steinel America Inc., der Steinel UK Ltd. und Steinel Italia s.r.l. liegt das jeweilige Eigenkapital unter den Buchwerten. Aufgrund der positiven Planungen für diese Gesellschaften wurden jedoch keine außerordentlichen Abschreibungen vorgenommen.

3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.421 T€. Der Restbetrag entfällt im Wesentlichen auf das CashPooling. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern mit 5.210 T€ enthalten.

4. Sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten ein verfügungsbeschränktes Sperrkonto zu Gunsten einer Factoringgesellschaft (1.406 T€). Des Weiteren enthalten die sonstigen Vermögensgegenstände ein zu Gunsten einer Factoringgesellschaft abgetretenes Guthabenkonto bei der Volksbank BielefeldGütersloh eG (475 T€). Im Vorjahr wurde dieses Konto unter den liquiden Mitteln ausgewiesen (551 T€). Auf eine Anpassung des Vorjahres wurde verzichtet.

5. Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 128 T€ (Vorjahr: 128 T€).

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020
T€
30.06.2020
T€
Personalbezogene Rückstellungen 837 1.300
Verkaufsbezogene Rückstellungen 6.819 4.331
Andere Rückstellungen 323 180
7.979 5.811

Personalbezogene Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaubs und Mehrarbeitsansprüche (166 T€), Prämien (262 T€) sowie Abfindungen (225 T€). Die verkaufsbezogenen Rückstellungen beinhalten u. a. Boni (3.394 T€) und Gewährleistungen (3.092 T€). Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen (252 T€).

7. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederungen der Verbindlichkeiten, deren Restlaufzeiten sowie Sicherheiten ergeben sich aus folgendem Verbindlichkeitenspiegel.

Gesamtbetrag Erwartete Restlaufzeiten
EUR bis 1 Jahr
EUR
1-5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 469,18 469,18 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 743.703,99 743.703,99 0,00 0,00
Vorjahr 2.806.588,13 2.806.588,13 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.750.615,71 8.750.615,71 0,00 0,00
Vorjahr 6.345.039,94 6.345.039,94 0,00 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.208.226,46 1.208.226,46 0,00 0,00
Vorjahr 1.069.403,17 1.069.403,17 0,00 0,00
31.12.2020 10.702.546,16 10.702.546,16 0,00 0,00
Vorjahr 10.221.500,42 10.221.500,42 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

8. Haftungsverhältnisse

Die Steinel GmbH, Steinel Vertrieb GmbH und Steinel Elektronik GmbH & Co. KG haben eine gesamtschuldnerische Bürgschaftserklärung vom 15. Mai 2014 gegenüber der SüdLeasing GmbH, Stuttgart, abgegeben. Die Inanspruchnahme für die Bürgschaft aus allen gegenwärtigen und künftigen Ansprüchen im Zusammenhang mit dem Abschluss von Leasing und Mietkaufverträgen ist auf einen Betrag von 4.000 T€ beschränkt.

Zum 31. Dezember 2020 beträgt die Summe der bis zum Ende der Laufzeit von Verträgen ausstehenden Leasing bzw. Mietkaufraten der anderen GruppenUnternehmen 2.347 T€.

Darüber hinaus ist die Steinel Vertrieb GmbH Garantin eines Konsortialkreditvertrages zwischen Steinel GmbH und der Landesbank BadenWürttemberg sowie weiteren beteiligten Banken.

Die Garantin hat für aus dem Kreditvertrag zu zahlende Beträge bis zu einem Höchstbetrag von € 33,0 Mio. einschließlich Zinsen, Kosten und Auslagen einzustehen; soweit die Inanspruchnahme jedoch über die an die Garantin und ihre Tochtergesellschaften herausgelegten Beträge hinausgeht haftet sie nur insoweit, wie das eigene, gegen Auszahlunggeschützte Stammkapital nicht unterschritten bzw. eine bestehende Unterschreitung weiter vertieft wird. Die Verbindlichkeiten der Steinel GmbH gegenüber den kreditgebenden Banken valutieren am 31. Dezember 2020 mit € 26,7 Mio.; die Haftung beläuft sich derzeit auf das Nettovermögen in Höhe von € 6,8 Mio.

Die Steinel Vertrieb GmbH hat gegenüber ihrer 100 %igen Tochtergesellschaft Steinel UK Ltd. eine finanzielle Stützungszusage für die nächsten 12 Monate abgegeben. Die Tochtergesellschaft weist zum Abschlussstichtag ein negatives Eigenkapital in Höhe von -488 T€ aus; in dieser Höhe wurde ein Haftungsverhältnis erfasst.

Die oben genannten Haftungsverhältnisse wurden vollständig zugunsten von verbundenen Unternehmen übernommen.

Das Risiko der Inanspruchnahmen wird vor dem Hintergrund der stabilen Lage des Konzerns als gering erachtet.

Zum Stichtag betragen die Risiken aus außerbilanziellen Geschäften und sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

Gesamt
T€
davon innerhalb eines Jahres fällig
T€
davon zwischen 1 und 5 Jahren fällig
T€
nach 5 Jahren fällig
Mietvertrag Steinel GmbH 767 767 0 0
Leasingverträge 356 245 111 0
1.123 1.012 111 0

Der Mietvertrag mit der Steinel GmbH läuft auf unbestimmte Zeit und kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten zum Kalenderjahresende gekündigt werden. Zweck der Miet und Leasingverträge ist die Vermeidung von Kapitalbindung.

Die Gesellschaft hat einen Vertrag mit einem FactoringPartner abgeschlossen. Zweck ist es, die Liquiditätsvorteile für die Gesellschaft zu nutzen. Zum Stichtag waren Forderungen in Höhe von 11.015 T€ regressfrei verkauft; davon waren 451 T€ bereits im Factoring ausgezahlt. Die Gesellschaft trägt hierfür das Veritätsrisiko.

IV. Angaben zur Gewinn und Verlustrechnung

1. Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden geographischen Märkten wie folgt:

Rumpf-GJ 2020
T€
2019/20
T€
Veränderung
T€
Inland 36.707 63.857 -27.150
Ausland 24.008 45.814 -21.806
60.715 109.671 -48.955

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsbereichen wie folgt:

Rumpf-GJ 2020
T€
2019/20
T€
Veränderung
T€
Sensorik / automatisches Licht 44.921 80.927 -36.006
ThermoTools / Werkzeuge 14.910 27.134 -12.224
Sonstiges 884 1.610 -726
60.715 109.671 -48.956

2. Sonstige betriebliche Erträge

In der Position sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (204 T€) enthalten. Weiterhin werden periodenfremde Erträge aus der Umstellung der konzerninternen Leistungsverrechnung in Höhe von 321 T€ ausgewiesen.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Es werden periodenfremde Aufwendungen aus der Umstellung der konzerninternen Leistungsverrechnung in Höhe von 676 T€ ausgewiesen. Die Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen betragen 231 T€.

V. Sonstige Angaben

1. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt:

Rumpf-GJ 2020 2019/20
Gewerbliche Arbeitnehmer 43 48
Angestellte 138 156
181 204

2. Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 an:

Herr Dipl.Kaufmann Ingo Steinel (Geschäftsführer) Herzebrock-Clarholz
Herr Dipl.Oec. Martin Frechen (Geschäftsführer) Münster
Herr Dipl.Kaufmann Thomas Möller (Geschäftsführer) Herford

Auf die Angabe der Betrag nach § 285 Nr. 9 a) und b) wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Konzernzugehörigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr geändert.

Den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt nunmehr die ADCURAM Invest GmbH, München, auf. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüfung (25 T€), andere Bestätigungsleistungen (0 T€), Steuerberatungsleistungen (0 T€) und sonstige Leistungen (0 T€) angefallen.

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Das laufende Jahresergebnis wurde von der Steinel GmbH im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen.

6. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag vor.

 

Herzebrock-Clarholz, den 10. März 2021

Steinel Vertrieb GmbH

gez. Thomas Möller

gez. Martin Frechen

gez. Ingo Steinel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020

der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.7.2020
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 41.375,00 0,00 0,00 25.500,00 15.875,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 590.486,39 0,00 0,00 0,00 590.486,39
631.861,39 0,00 0,00 25.500,00 606.361,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 261.332,38 0,00 0,00 103.641,73 157.690,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 992.263,73 9.110,94 0,00 216.324,69 785.049,98
1.253.596,11 9.110,94 0,00 319.966,42 942.740,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.736.420,15 0,00 0,00 0,00 2.736.420,15
2. Beteiligungen 281.000,00 0,00 0,00 0,00 281.000,00
3.017.420,15 0,00 0,00 0,00 3.017.420,15
4.902.877,65 9.110,94 0,00 345.466,42 4.566.522,17
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.7.2020
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 30.121,00 2.500,00 0,00 25.497,00 7.124,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 590.485,39 0,00 0,00 0,00 590.485,39
620.606,39 2.500,00 0,00 25.497,00 597.609,39
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 190.517,38 11.031,00 0,00 103.627,73 97.920,65
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 642.094,73 26.076,94 0,00 196.552,69 471.618,98
832.612,11 37.107,94 0,00 300.180,42 569.539,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.550.652,83 0,00 0,00 0,00 1.550.652,83
2. Beteiligungen 280.999,00 0,00 0,00 0,00 280.999,00
1.831.651,83 0,00 0,00 0,00 1.831.651,83
3.284.870,33 39.607,94 0,00 325.677,42 2.998.800,85
Buchwerte
Stand am 31.12.2020
EUR
Stand am 30.06.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 8.751,00 11.254,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
8.752,00 11.255,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 59.770,00 70.815,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 313.431,00 350.169,00
373.201,00 420.984,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.185.767,32 1.185.767,32
2. Beteiligungen 1,00 1,00
1.185.768,32 1.185.768,32
1.567.721,32 1.618.007,32

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Steinel Vertrieb GmbH, Herzebrock-Clarholz, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 21. März 2021

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

gez. Steffen Fleitmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung erfolgte am 18. Mai 2021